Montag, 20. Mai

Oh weh!

Bindehautentzündung: Mein Auge sieht rot (aus)!

©Ramona Heim/stock.adobe.com

Gerötete, juckende und tränende Augen sowie ein Fremdkörpergefühl im Auge sind typische Hinweise auf eine Bindehautentzündung. Erfahren Sie jetzt, wie eine Bindehautentzündung entsteht, welche Unterschiede es gibt und wie eine sogenannte Konjunktivitis behandelt wird.

Was ist eine Bindehautentzündung?

Als Bindehaut wird die dünne Schleimhaut bezeichnet, die den vorderen Teil des Augapfels und die Innenseite der Augenlider überzieht. Zu ihren Aufgaben gehört es, das Auge feucht zu halten und Krankheitserreger sowie Fremdkörper abzuwehren. Ist die Bindehaut entzündet, sprechen Fachleute von einer Konjunktivitis.

Welche Ursachen gibt es? 

Man unterscheidet verschiedene Formen der Bindehautentzündung – abhängig von ihrer Ursache. Als die drei wichtigsten gelten die infektiöse, die allergische sowie die Reiz-Konjunktivitis. Während die erstgenannte Form durch Bakterien und Viren ausgelöst wird und hochansteckend ist, sind die beiden anderen Formen nicht ansteckend. Sie werden durch Allergene (z.B. Pollen, Tierhaare) beziehungsweise Fremdkörper oder Zugluft verursacht.

Wie äußert sich die Konjunktivitis?

Typische Symptome sind eine Rötung des Auges und gelegentlich eine Schwellung des Lids. Es kann auch zu einem Fremdkörpergefühl kommen, begleitet vom starken Drang, das Auge zu reiben. Darüber hinaus sondert das Auge Sekret ab. Manchmal ist die Sehfähigkeit beeinträchtigt. Wenn Bakterien die Entzündung verursachen, bildet sich gelblicher Eiter.

Wann muss man zum Arzt?

Die AOK rät allen Betroffenen, bei denen eine Konjunktivitis zum ersten Mal auftritt, zum Arzt zu gehen. Das gilt besonders dann, wenn es keine offensichtlichen Auslöser wie starke Zugluft gibt und sich die Beschwerden nicht nach kurzer Zeit bessern. Nur so lässt sich abklären, ob die Beschwerden tatsächlich durch eine Bindehautentzündung hervorgerufen werden oder eine andere Krankheit dahintersteckt.

Wie wird eine infektiöse Bindehautentzündung behandelt? 

Liegt eine bakterielle Entzündung vor, können mit antibiotischen Tropfen oder Salben schnell gute Ergebnisse erzielt werden. Sind hingegen Viren für die Konjunktivitis verantwortlich, heißt es abwarten und geduldig sein: Denn Antibiotika helfen nicht. Meist bessern sich die Beschwerden nach einer Woche von selbst. Kompressen mit Augentrost oder Ringelblume werden von vielen Patienten als wohltuend empfunden. Das Gleiche gilt für Augentropfen, die das Auge feucht halten. 

Allergische Konjunktivitis

Die allergische Konjunktivitis lässt sich am besten bekämpfen, wenn der Auslöser gemieden wird. Oft kommen auch Tropfen oder Tabletten mit Antihistaminika zum Einsatz. 

Die Reizkonjunktivitis bessert sich normalerweise innerhalb weniger Tage von selbst. Wer in dieser Zeit Zugluft meidet und statt Kontaktlinsen seine Brille trägt, kann den Heilungsprozess beschleunigen. Was sie sonst noch bei Konjunktivitis tun können, erfahren Sie in Ihrer Guten Tag Apotheke.

Höchste Ansteckungsgefahr!

Die virale Konjunktivitis ist hochansteckend! Betroffene sollten den Kontakt zu anderen Menschen stark einschränken und auf eine sorgfältige Handhygiene achten. Kinder mit einer Bindehautentzündung dürfen nicht in den Kindergarten oder die Kita. Nach Paragraf 34 des Infektionsschutzgesetzes sind Eltern dazu verpflichtet. Kindergarten oder Kita jeden Erkrankungsfall sofort zu melden. Auch die Schule und die Arbeitsstätte sollten für die Dauer der Bindehautentzündung nicht besucht werden. 

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