Montag, 26. Februar

Ausgelassen feiern ohne böses Nachspiel

Safer Sex an Karneval

An Karneval werden Fremde zu Freunden, man singt und schunkelt miteinander, gibt sich gegenseitig „Bützje“ (Küsschen) und kommt sich schließlich immer näher. Schnell verschwimmen dabei die Grenzen zwischen Spaß und Leichtsinn. Wie Sie sich mit Safer Sex vor einer ungewollten Schwangerschaft und Geschlechtskrankheiten schützen.

In der einen Ecke flirten Engelchen und Teufelchen fröhlich miteinander, in der anderen „verarztet“ die sexy Krankenschwester Schneewittchen, daneben schmust der Feuerwehrmann mit dem Cowboy – ausschweifende Feste und feuchtfröhliche Feiern gehören zur fünften Jahreszeit wie die Sonne zum Sommer. Und es spricht absolut nichts dagegen, Intimitäten mit einem anderen Menschen auszutauschen. Dabei sollten Sie sich jedoch immer der möglichen Konsequenzen bewusst sein.

Safer Sex schützt vor ungeladenen Gästen

Dazu zählen sexuell übertragbare Krankheiten wie Herpes, Chlamydien, Gonorrhö (Tripper), Hepatitis, Syphilis, Feigwarzen und HIV/AIDS. Meist werden die Erreger beim Austausch von Körperflüssigkeiten wie Speichel, Sperma, Scheidenflüssigkeit oder (Menstruations-)Blut beim oralen, analen oder genitalen Geschlechtsverkehr übertragen. Bei manchen Geschlechtskrankheiten erfolgt die Ansteckung hingegen über die Schleimhäute. Im Falle von infektiösen Hautveränderungen wie Herpes-Bläschen und Syphilis-Geschwüren an den Lippen und im Mund besteht sogar beim Küssen Ansteckungsgefahr. Bestimmte Erreger wie Hepatitis A und Gonorrhö können außerdem indirekt durch eine Schmierinfektion weitergegeben werden, beispielsweise bei der gemeinsamen Nutzung von Sexspielzeug.

Kostüme für „untenrum“

Kondome und seit einiger Zeit auch Femidome (Kondome für die Frau) zählen neben der Pille zu den zuverlässigsten Verhütungsmitteln. Sie bieten nicht nur Schutz vor einer ungeplanten Elternschaft, sondern senken auch das Risiko für Geschlechtskrankheiten deutlich. Neben der richtigen Anwendung – die mit etwas Übung leicht gelingt – erhöht die Wahl des geeigneten Produktes die Sicherheit. Das wichtigste Auswahlkriterium ist dabei die passende Größe. Ist ein Kondom zu eng, reißt es leicht, ist es zu weit, kann es vom Penis abrutschen.

Safer Sex mit Kondom

Ausschlaggebend ist hierbei vor allem der Durchmesser des Penis, weniger seine Länge. Während beim Vaginalsex Kondome mit dünnerer Wandstärke (ca. 0,06 mm) in der Regel ausreichen, empfehlen sich für Analsex etwas dickere Kondome (ca. 0,1 mm). Weiterhin ist es ratsam, Kondome mit CE-Kennzeichnung zu verwenden, da diese regelmäßig geprüft und kontrolliert werden. Vor der Benutzung sollten Sie außerdem das Ablaufdatum kontrollieren. Auch beim Oralsex kann die Verwendung von Kondomen vor einer Ansteckung schützen. Daneben gibt es sogenannte „Dental Dams“, umgangssprachlich auch „Lecktücher“ genannt, die auf Scheide oder Anus aufgelegt werden können. Wie bei Kondomen sind auch hier latexfreie Produkte erhältlich.

Safer Sex: eine saubere Sache

Wenn Sie Ihr Sexspielzeug mit anderen teilen, sollten Sie es vor jeder Weitergabe gründlich mit Wasser und Seife reinigen. Für noch mehr Sicherheit sorgt ein Kondom. Eine sorgfältige Hygiene ist auch bei allen anderen Sexualpraktiken geboten. So sollten Sie sich gründlich die Hände waschen, wenn Sie mit den Fingern in die Körperöffnungen Ihrer Partnerin oder Ihres Partners eindringen – sowohl davor als auch danach. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, Schmuck wie Ringe abzulegen, um kleine Verletzungen, die das Infektionsrisiko erhöhen, zu vermeiden. Aus dem gleichen Grund sollten Sie behutsam vorgehen, wenn Sie lange beziehungsweise scharfe Fingernägel haben.

Nicht aufgepasst – und jetzt?

Egal ob man zu viel Alkohol konsumiert oder von der Feststimmung berauscht seine Sinne verloren hat – manchmal wird einem erst am nächsten Tag bewusst, dass man sich ohne ausreichenden Schutz auf eine andere Person eingelassen hat. Auch Verhütungspannen wie gerissene Kondome sind möglich. Was tun? Die „Pille danach“ kann eine Schwangerschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindern, wenn sie zeitnah eingenommen wird. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke hierzu beraten.

Tests aus der Apotheke oder beim Arzt

Wenn nach dem Sexualkontakt Beschwerden wie Ausfluss, Juckreiz oder Hautveränderungen im Intimbereich auftreten oder Sie beim Wasserlassen Juckreiz verspüren, könnten Sie eine sexuell übertragbare Infektion haben. Es gibt aber auch Geschlechtskrankheiten, die (vorerst) keine Symptome verursachen. Suchen Sie im Zweifel eine Arztpraxis auf, um sich testen zu lassen. Einige Tests werden darüber hinaus anonym in vielen Gesundheitsämtern oder lokalen AIDS-Hilfen angeboten. Einen Selbsttest gegen Syphilis erhalten Sie in Ihrer Guten-Tag-Apotheke, fragen Sie nach dem „Syphilis-Selbsttest elac“.

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