Sonntag, 16. Juni

Weniger ist mehr

Intimpflege

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Haben Sie auch schon von Vulva-Wellness, Vagina-Fruchtgummis und Penisreiniger gehört? Der Markt für Intimpflege-Produkte boomt. Oft suggeriert er uns – egal ob Männlein oder Weiblein – dass unsere untere Etage dringend einer aufwändigen Reinigungs- und Pflegeprozedur bedarf, damit sie endlich keimfrei ist und im besten Fall noch fruchtig duftet. Doch Experten warnen: Viele Pflegeprodukte sind überflüssig und manche sogar schädlich! Wie Sie Ihren Intimbereich am besten pflegen, lesen Sie jetzt mehr. 

Penis und Vagina müssen nicht keimfrei sein

Aufgrund der Hautfeuchtigkeit und Körperwärme herrscht im Intimbereich ein optimales Klima für Krankheitserreger. Eine regelmäßige und vor allem richtige Intimhygiene hilft, Krankheiten vorzubeugen. Aber: Weder Penis noch Vulva und Vagina müssen keimfrei sein. Ganz im Gegenteil! Das weibliche Geschlechtsteil ist mit zahlreichen Milchsäurebakterien besiedelt und das ist auch gut so. Diese sorgen für ein saures Milieu, so dass sich krankmachende Mikroorganismen weder ungebremst vermehren noch Infektionen ausbreiten können. Und auch die Penishaut beherbergt eine Reihe guter Mikroorganismen, die für eine gesunde Hautbarriere zuständig sind. Die richtige Hygiene sorgt dafür, dass sich im warm-feuchten Intimbereich kein Nährboden für krankmachende Keime ausbilden kann und gleichzeitig das schützende körpereigene Mikrobiom gepflegt wird. 

Richtig waschen

Es genügt, wenn Sie einmal täglich Vulva und Penis waschen. Nach dem Sport, Geschlechtsverkehr, wenn Sie stark geschwitzt haben oder bei Frauen, die gerade menstruieren, darf es auch zweimal sein. Beschränken Sie sich beim Waschen auf lauwarmes Wasser: Herkömmliche Seifen oder Duschgele mit hohem pH-Wert zerstören nur die Schutzschicht der empfindlichen Haut. Wer nicht komplett auf eine Waschlotion verzichten möchte, greift am besten zu speziellen Intimwaschprodukten mit dem richtigen pH-Wert. Lassen Sie sich in Ihrer Guten Tag Apotheke beraten, welche Waschlotion am besten für Frauen, Männer oder beide Geschlechter geeignet ist.

Waschlappen täglich wechseln

Wenn Sie lieber einen Lappen statt der Hand zum Waschen verwenden, wechseln Sie diesen bitte täglich, da sich sonst Krankheitserreger darauf vermehren können. Frauen sollten außerdem darauf achten, dass sie sich von der Scheide zum After waschen, damit keine Darmbakterien in die Scheide gelangen.

Parfümierte Slipeinlagen & Co.? Besser nicht

Gründliches Abtrocknen nicht vergessen! Bitte gehen Sie behutsam vor, um die empfindliche Haut nicht zu reizen oder zu verletzen. Nutzen Sie ein trockenes und frisches Handtuch. Abschließend noch ein duftendes Intimspray, parfümierte Slipeinlagen oder Tampons? Bitte nicht! Das ist viel zu reizend für die Haut im Intimbereich. Die Berliner Frauenärztin Anna Stamm sagt dazu auf Instagram: „Das brauchst Du nicht. Solange Du Dich regelmäßig wäschst, ist Dein natürlicher Körpergeruch völlig in Ordnung.“

Unten drunter: am besten was aus Baumwolle

Männer und Frauen sollten täglich ihre Unterwäsche wechseln. Geben Sie Baumwoll-Slips und Shorts gegenüber synthetischen Fasern den Vorzug, denn sie saugen den Schweiß besser auf und bieten keinen Nährboden für Bakterien und Pilze. Außerdem können und sollten sie bei 60 Grad Celsius in der Maschine gewaschen werden.

Richtig stutzen

Wenn Sie die Haare im Intimbereich stören, können Sie diese entfernen – aus hygienischen Gründen ist das aber keinesfalls nötig. Enthaarungscremes enthalten oft reizende Inhaltsstoffe, deshalb sollten Sie lieber einen Nassrasierer verwenden. Wichtig: Achten Sie auf scharfe Klingen, denn stumpfe Klingen reizen die Haut unnötig und führen leicht zu Verletzungen.

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