Montag, 03. Oktober

Das neue Anti-Aging-Wundermittel?

Kollagen – Wirkung und Nebenwirkungen

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Ein wenig jünger, frischer und straffer auszusehen wünschen sich viele – und auch die Forschung investiert viel Zeit und Mühe in das Thema. Dabei zeigt sich immer wieder, dass es bei Schönheit und Anti-Aging nicht nur ein Zauber-Mittel gibt, sondern eine Kombination aus mehreren Faktoren sichtbare Ergebnisse bringen kann. Neben gesunder Ernährung und Bewegung gibt es zurzeit einen neuen Star am Beauty-Himmel: das Kollagen. Warum Kollagen für eine jugendliche Haut sorgen kann und wo es überall drinsteckt, erfahren Sie jetzt hier. 

Was ist Kollagen?

Kollagen ist ein körpereigenes Bindeeiweiß. Und es ist eines der wichtigsten Proteine im Körper: Kollagen härtet unter anderem die Zähne und Knochen, sorgt für geschmeidige Sehnen und hält die Haut straff. Denn: Kollagene bestehen aus gewundenen Proteinketten, die wiederum aus Aminosäuren, also Eiweißbausteinen, bestehen. Kollagen liefert den Großteil des Bindegewebes, indem sie zusammen mit Elastin ein festes Gewebe in der mittleren Hautschicht bildet, wie ein stabiles Gerüst. Und weil Kollagen außerdem viel Wasser bindet, sorgt es für ein pralles, straffes, faltenfreies Aussehen der Haut.

Aber warum bleibt man nicht straff?

Schade nur, dass die körpereigene Kollagen-Produktion naturgemäß bereits ab einem Alter von etwa 20 Jahren abnimmt. Besteht in der Jugend die Haut noch zu rund 80 Prozent aus Kollagen, vermuten Wissenschaftler, dass mit jedem Lebensjahr etwa ein Prozent weniger vom Körper hergestellt wird. Doch nicht nur das Alter spielt eine Rolle. 

Übermäßig viel Sonne, Alkohol und Zigaretten mag die Haut nicht

Durch zu viel UV-Strahlung sowie den Genuss von Zigaretten und Alkohol bilden sich vermehrt freie Radikale. Diese instabilen Moleküle schädigen das Kollagen zusätzlich – sie sägen quasi an dem Kollagen-Gerüst, das eigentlich die Haut stützt. So verliert die Haut nach und nach an Stabilität, erschlafft, und es bilden sich Falten. Und zwar nicht nur im Gesicht – auch Cellulite profitiert vom Kollagen-Mangel. Die unbeliebten Dellen werden tiefer, je weniger die Haut von innen aufgepolstert ist.

Die Depots wieder auffüllen

Kollagen steckt in Lebensmitteln wie zum Beispiel roten und dunklen Beeren, Roter Bete, roter Paprika, Freiland-Eiern oder Süßkartoffeln. Einfacher ist es, größere Mengen von Kollagen als Nahrungsergänzungsmittel zuzuführen. Ihre Guten Tag Apotheken bieten eine Auswahl an Kapseln und Pulvern mit dem verjüngenden Stoff.

Ist eine schönere Haut möglich?

Zwar gibt es noch keine groß angelegten, wissenschaftlichen Studien über die Verschönerung der Haut durch Kollagen mit Langzeitergebnissen. Doch vieles deutet darauf hin, dass eine langfristige und regelmäßige Einnahme von Kollagen als Nahrungsergänzungsmittel durchaus positive Effekte hat: So soll die Feuchtigkeits-Speicherung der Haut ansteigen, Fältchen gemildert werden und die Haut insgesamt glatter und weicher erscheinen.

Auch eine Minderung von Cellulite ist durch die Straffung des Bindegewebes möglich. Viele Anti-Aging-Präparate bedienen sich einer Kombination von Kollagen und weiteren Mineralstoffen, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen, deren Wirksamkeit schon länger erforscht ist, wie zum Beispiel Vitamin A, Vitamin E, Vitamin C, Zink oder Biotin.

Gibt es Nebenwirkungen?

Ja, und zwar sehr positive: Kollagen macht nicht nur die Haut schön prall, es hilft auch, Verletzungen der Knochen, Sehnen und Bändern vorzubeugen. Außerdem unterstützt Kollagen Reparaturprozesse des Körpers und sorgt für schnellere Heilung. Mehrere Studien haben beobachtet, dass eine regelmäßige Kollagen-Einnahme Gelenkbeschwerden lindert.

Wichtig zu wissen

Wer Kollagen einnimmt, sollte dies möglichst regelmäßig und dauerhaft tun. Das Protein wird nämlich vom Körper wieder abgebaut.

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