Mittwoch, 23. Oktober

Tipps

Cellulite: Orangen- oder Pfirsich-Haut?

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Die Ärzte Zeitung schreibt: „Fast jede Frau bekommt im Laufe ihres Lebens Cellulite.“ Jetzt kann man darüber streiten, ob es sich bei den Unebenheiten der Haut um einen Schönheitsmakel handelt oder ob ein paar Dellen an Po und Oberschenkeln einfach ganz normal sind.

Cellulite kann jede Frau bekommen

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Als Cellulite oder Orangenhaut bezeichnet man durch das weibliche Geschlechtshormon Östrogen bedingte Veränderungen des Unterhaut-Fettgewebes, die zu einer unebenen, dellenförmigen Hautoberfläche führen. Generell kann Cellulite am ganzen Körper entstehen, am häufigsten kommt sie jedoch an Po und Oberschenkeln vor, seltener sind Bereiche wie Bauch, Brüste oder Oberarme betroffen. Ein weitverbreiteter Irrtum ist, dass nur übergewichtige Frauen Orangenhaut bekommen – auch sehr schlanke Frauen können betroffen sein. Wichtig zu wissen: Cellulite ist keine Krankheit, es handelt sich lediglich um ein kosmetisches Phänomen.

Tipps: So lässt sich’s besser mit Cellulite leben

Die Therapie der Orangenhaut ist schwierig. Es gibt unzählige Behandlungsmöglichkeiten. Doch ernstzunehmende, wissenschaftliche Untersuchungen sind rar. Wir haben für Sie ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie mit Cellulite besser leben:

  1. Kein Platz für Bodyshaming

Lassen Sie nicht zu, dass Sie anhand von Äußerlichkeiten beurteilt werden – weder von sich selbst, noch

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von anderen. Sie müssen nicht der gesellschaftlich erwünschten Norm entsprechen, das tun die wenigsten Menschen. Unser Körper leistet erstaunliche Dinge und hat es verdient, geliebt zu werden.

  1. Bleiben Sie realistisch

Die folgenden Ratschläge können helfen, der Bildung von Orangenhaut vorzubeugen beziehungsweise das Hautbild zu verbessern. Aber erwarten Sie keine Wunder. Freuen Sie sich stattdessen lieber auch an kleinen Erfolgen und dem Gefühl, sich insgesamt etwas Gutes zu tun.

  1. Bleiben Sie in Bewegung

Stärken Sie Ihre Muskulatur, denn je kräftiger Ihre Muskeln ausgebildet sind, desto weniger können sich flächige Fettablagerungen ausbreiten. „Eine Kombination aus Kraft- und Ausdauertraining regt die Biochemie des Stoffwechsels an, entwässert und verbessert das Innenleben der Muskeln“, empfiehlt Prof. Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule in Köln. Am besten geeignet sind Sportarten wie Walking, Radfahren, Schwimmen und Gymnastik.

  1. Duschen, kneten, cremen

Alles, was die Durchblutung fördert, ist eine Wohltat für die Haut. Beispiel Wechselduschen: Sie bringen

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nicht nur den Kreislauf in Schwung, sondern haben auch einen hautstraffenden Effekt. Regelmäßige Massagen können Wassereinlagerungen abtransportieren und das Gewebe festigen. Dazu am besten kneten, streichen und zupfen. Es gibt auch spezielle Roller, Bürsten und sogar elektrische Geräte, die Sie dabei unterstützen. Mit Cremes, Gels, Ölen und Fluids können Sie den positiven Effekt sogar verstärken. Inhaltsstoffe wie beispielsweise Birkenblätter, Koffein, Rosmarin, Rosskastanie, Silizium, Soja-Extrakte oder Vitamin A sollen die Durchblutung fördern, Fettzellen angreifen, entwässern, die Kollagenbildung anregen oder das Bindegewebe stärken. Zögern Sie auch nicht, Ihren Apotheker oder Ihre Apothekerin auf dieses Thema anzusprechen.

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