Sonntag, 16. Juni

Ohrensache

Hörsturz und Tinnitus

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Wenn plötzlich einseitige Hörprobleme bis hin zum Hörverlust auftreten, spricht man von einem Hörsturz. Oft ist dieser auch von Ohrgeräuschen (Tinnitus), Schwindel und/oder Druckgefühl im Ohr begleitet. Laut Deutschem Berufsverband der Hals-Nasen-Ohrenärzte e.V. muss ein Hörsturz ernst genommen werden, ist aber kein Notfall. Erfahren Sie jetzt mehr.

Beschwerden verschwinden oft genauso plötzlich, wie sie kamen

In Deutschland erleiden nach Angaben der Deutschen Tinnitus-Liga jedes Jahr mehr als 150.000 Menschen einen Hörsturz. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. Mögliche Ursachen sind unter anderem Lärmschäden, Durchblutungsstörungen im Innenohr, Infektionen sowie Stress – häufig lässt sich jedoch kein eindeutiger Auslöser identifizieren. 

Bei gut der Hälfte der Betroffenen normalisiert sich das Hörvermögen innerhalb weniger Stunden, spätestens aber nach ein bis zwei Tagen von selbst. Auch der Tinnitus, der sich als Piepen, Rauschen oder Klingeln äußern kann, verschwindet dann. Bei anhaltenden Beschwerden sollte innerhalb weniger Tage ein Hals-Nasen-Ohrenarzt (HNO) aufgesucht werden. Dieser untersucht, ob eine organische Ursache (z.B. Mittelohrentzündung, Gefäßerkrankungen) hinter dem Hörverlust oder den Ohrgeräuschen steckt. Ist das der Fall, kann durch Behandlung der Ursache in der Regel das Hörvermögen zurückgewonnen und der Tinnitus beseitigt werden.

Behandlungsmöglichkeiten sind umstritten

Bei unbekanntem Auslöser ist die Behandlung allerdings schwieriger. Dann heißt es zunächst einmal warten und auf spontane Besserung hoffen oder in den Geldbeutel greifen, denn die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen seit 2009 keine medikamentösen Behandlungen mehr. Die Begründung: Für keine dieser Behandlungen sei nachgewiesen, dass sie helfen würde. Das sehen viele HNO-Experten jedoch entschieden anders und raten Betroffenen zu beispielsweise Infusionstherapien mit durchblutungsfördernden Medikamenten oder Kortison-Injektionen. Diese sogenannten individuellen Gesundheitsleistungen (IGeL) müssen allerdings von den Patienten selbst bezahlt werden. 

Pflanzliche Unterstützung fürs Gehör

Wer sein Gehör lieber pflanzlich unterstützen möchte, kann es mit der Einnahme von Ginkgo biloba versuchen. Der Pflanzenextrakt soll die Durchblutung feinster Blutgefäße im Innenohr verbessern und damit zu Regeneration des Hörorgans beitragen. Lassen Sie sich gerne in Ihrer Guten Tag Apotheke beraten.

Unumstritten ist, dass Ruhe und Entspannung die Regeneration des Körpers fördern. Deshalb rät der HNO-Spezialist Prof. Dr. Götz Lehnerdt vom Petrus-Krankenhaus Wuppertal bei einem Hörsturz unbedingt zur Schonung.

So lässt sich vorbeugen

Damit es gar nicht erst zu Hörverlust und Tinnitus kommt, empfehlen Mediziner eine möglichst gesunde Lebensweise. Hierzu zählen insbesondere festgelegte Ruhezeiten zur Reduktion des Stresslevels sowie eine ausgewogene Ernährung und die Vermeidung von Lärm in Schlaf- und Ruhephasen.

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