Samstag, 27. November

Neues aus der Wissenschaft

Bluthochdruck lässt das Gehirn schneller altern

©Viacheslav Lakobchuk/Stock.Adobe.com

Bluthochdruck macht krank und beschleunig den Alterungsprozess des Gehirns – und das früher und ab einem niedrigeren Wert als bisher angenommen. Das haben Wissenschaftler der Australian National University jetzt in einer Studie festgestellt.

Auslöser für Demenz, Alzheimer und Diabetes

Dabei untersuchten sie 2000 Gehirn-Scans sowie Blutdruck-Daten von 686 Teilnehmern zwischen 44 und 76 Jahren. Immer mehr Studien weisen auf eine Verbindung zwischen zu hohem Blutdruck und Beeinträchtigungen wie Demenz, Alzheimer und Diabetes hin. Die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung geben Aufschluss darüber, ab welchem Alter Bluthochdruck das Gehirn schädigt.

Lebensstil und Ernährung anpassen

„Es beginnt bereits früh und bei Personen mit normalem Bluthochdruck“, erläutert Nicolas Cherubin, Leiter der australischen Forschungsgruppe. Diese Erkenntnis ist deshalb besonders für jüngere Menschen relevant. Denn schon zwischen 20 und 30 Jahren entstehe demnach der Ursprung späterer Beeinträchtigungen. „Es ist wichtig, dass wir bereits in frühen Jahren Lebensstil und Ernährung anpassen, um Bluthochdruck zu verhindern. Wir dürfen nicht erst warten, bis es zu einem Problem wird“, sagt Walter Abhayaratna, Co-Autor der Studie.

Risiko schon im hohen Normalbereich

Blutdruck im normalen Bereich sollte bei Erwachsenen zwischen 120/80, optimalerweise eher bei 110/70 liegen. Laut der aktuellen Erkenntnisse kann auch schon ein Blutdruck am höheren Ende des Normalbereichs schädlich sein. Denn er erhöhe das Risiko für eine vorzeitige Alterung des Gehirns und damit für Schlaganfälle, Demenz und Herzleiden.

Mehr zum Thema

Geht es Ihnen gut? Bei allen Gesundheitsfragen stehen Ihnen die Gesundheitsexperten der Guten Tag Apotheken gerne hilfreich zur Seite. Bei Bedarf lotst Sie der Apotheken-Finder zur richtigen Adresse ganz in Ihrer Nähe.