Sonntag, 11. April

Tipps

Mit Bluthochdruck, Asthma und Co. gut durch den Winter

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Winterzeit ist Erkältungszeit. Was viele nicht wissen: Temperaturen ab unter fünf Grad beeinflussen gegebenenfalls auch bestimmte Krankheitsbilder. So können zum Beispiel Asthmatiker, Arthrose- oder Bluthochdruckpatienten besonders von der kalten Witterung betroffen sein, weiß die Apothekerkammer Niedersachsen.

Bluthochdruck: regelmäßig messen

Ist es kalt, ziehen sich die Blutgefäße zusammen und der Blutdruck steigt. Das bedeutet für Patienten mit Herzerkrankungen oder Bluthochdruck, dass sie gut aufpassen müssen. Denn die Verengung der Blutgefäße führt zu vermehrter Wasserausscheidung und das Blut wird viskoser, sprich: „dicker“. Damit steigt auch die Gefahr für eine Thrombose, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall. Gerade in der kalten Jahreszeit ist daher die regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks wichtig, denn langsam ansteigenden Hochdruck spürt man nicht. Wer kein eigenes Messgerät hat, kann seinen Blutdruck auch in der Apotheke überprüfen lassen. Es bleibt die Erkenntnis: Gerade Herz-Kreislauf-Patienten sollten sich in der kalten Jahreszeit zu Erkältungspräparaten beraten lassen, auch um unliebsame Wechselwirkungen zu vermeiden.

Asthma: Medikamente konsequent anwenden

Im Winter strömt kalte, oftmals trockene Luft direkt in die Atemwege, die Bronchien ziehen sich zusammen und verhindern die Sauerstoffzufuhr. Viele Asthmatiker leiden verstärkt unter ihren Symptomen und kämpfen mit überreizten Atemwegen, verstärktem Hustenreiz und Luftnot. Dieser Verschlechterung können Betroffene mit der konsequenten und regelmäßigen Anwendung der verordneten Präparate begegnen. Die Apotheke vor Ort berät zur richtigen Anwendungsweise und kann außerdem passende Erkältungsmittel empfehlen, sollte zum Asthma noch ein Infekt hinzukommen. Für Outdoor-Sport gilt jetzt: lieber einen Gang zurückschalten und moderat bewegen, damit die Atemwege nicht durch die kalte Luft überreizt werden.

Arthrose: Gelenke geschmeidig halten

Manchem Patienten fahren die kalten Temperaturen buchstäblich in die Knochen. Die Durchblutung ist im Winter herabgesetzt und die Muskeln verspannen sich. Auch die Viskosität der Flüssigkeit, also die Gelenkschmiere, wird von den fallenden Temperaturen beeinträchtigt und der Schmerz durch die Reibung der Gelenkknochen erhöht. Arthrose-Patienten sollten sich witterungsangepasst kleiden und immer schön warmhalten. Außerdem sinnvoll: moderate Bewegung! Wer lieber gemütlich auf der Couch sitzt und sich wenig bewegt, verschlimmert die Beschwerden nur.

Kältekopfschmerz: Mit Mütze schützen

Trifft kalte Luft auf den Kopf, ziehen sich die Blutgefäße unter der Kopfhaut zusammen, es kann ein schmerzhafter Druck entstehen. Wer sich zudem tapfer durch Wind und Wetter kämpft, macht sich unbewusst „klein“. Die verkrampften Schulterpartien wiederum führen zu Spannungskopfschmerzen. Eine Mütze ist im Winter mehr als ein modisches Accessoire. Sie schützt den empfindlichen Kopfbereich – und damit auch vor kältebedingten Kopfschmerzen.

Neurodermitis: fettreich pflegen

Das ganze Jahr haben Neurodermitiker mit trockener geröteter Haut und Juckreiz zu tun. Diese Symptome werden durch das Winterwetter verstärkt, denn die Haut drosselt ihre Talgproduktion. Zusätzlich wirkt Heizungsluft austrocknend. Folge: Die Hautoberfläche wird rissig und die Schutzfunktion beeinträchtigt. Betroffene sollten in der kalten Jahreszeit auf besonders reichhaltige Produkte wie rückfettende Dusch- und Körperpflegelotionen mit hohem Fettanteil und feuchtigkeitsspendenden Inhaltsstoffen zurückgreifen. Eine ausreichende Trinkmenge, vor allem ungesüßte Tees oder Wasser, befeuchten zusätzlich von innen. Tipp: Wäsche, die zum Trocknen aufgehängt wird, und regelmäßiges Stoßlüften tun dem Raumklima (nachhaltig) gut.

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