Montag, 03. Oktober

Komoot, Outdooractive & Co.

Auf Tour mit den Wander-Apps

©Shi/stock.adobe.com

Die Digitalisierung unseres Lebens macht auch vor den Wanderkarten nicht halt. Kurz gesagt bedeutet dies: Die klassische Wanderkarte auf Papier ist out. Ihre Rolle übernehmen immer mehr der Routenplaner und die Navigations-App auf dem Smartphone. Doch es ist nicht einfach nur der Ersatz von gedrucktem Papier durch ein elektronisches Device – die neuen digitalen Wanderkarten bieten einen enormen Mehrwert. Welchen? Das erfahren Sie jetzt hier.

Die bekanntesten Outdoor-Apps

  • Komoot
  • Outdooractive
  • AllTrails
  • Bergfex
  • Alpenvereinaktiv
  • Reality maps Wandern & Biken
  • Rother Touren Guides
  • Topo GPS Deutschland
  • ape@maps

(kein Anspruch auf Vollständigkeit)

Funktionaler als Wanderführer auf Papier

Komoot, Outdooractive, AllTrails, Rother Touren Guides oder Topo GPS … sie sind die digitalen Erben unserer guten alten Wanderkarte. „Gute alte Wanderkarte“? Ja sicher, der Wanderführer auf Papier hat uns in der Vergangenheit wertvolle Dienste geleistet und uns meist sicher durch die Alpen, die Lüneburger Heide, die Eifel oder den Thüringer Wald gelotst. Aber wie heißt es so schön: Des Guten Feind ist das Bessere. Und diese digitalen Wanderführer, die als App auf dem Smartphone gespeichert sind, sind tatsächlich um Längen besser als ihre analogen Vorfahren auf Papier. Das fängt schon damit an, dass „Wanderkarte“ ein viel zu enger Begriff dafür ist, was diese Apps leisten. Nehmen wir als Beispiel Komoot, mit weltweit mehr als 20 Millionen Nutzern nach eigenen Angaben die größte Outdoor-Plattform.

Komoot ist nicht einfach eine Karte in digitaler Form, sondern ist

  • ein Routenplaner
  • eine Navigations-App
  • ein Tourenverzeichnis
  • und ein soziales Netzwerk für Outdoor-Aktivitäten

Outodoor-Apps im Detail

Man kann selbst eine Route planen oder auf eine der zigtausend Vorschläge von anderen Teilnehmern zugreifen, die ihre eigenen Touren auf Komoot gespeichert und für andere zugänglich gemacht haben – oft mit Beschreibungen und Fotos. Wenn man selbst eine Route plant, beispielsweise eine Rundtour, braucht man lediglich den Start- und Zielpunkt sowie die Funktion „Hin und zurück“ einzugeben. Komoot erledigt den Rest. Zusätzlich kann man sein eigenes Fitness-Level eingeben und natürlich die vorgeschlagene Route auch anpassen, indem man etwa einen besonderen Aussichtpunkt hinzufügt. Und natürlich kann man seine eigene Tour aufzeichnen und anschließend zu Hause noch einmal in aller Ruhe auswerten und genießen. 

Auswertungen zuhause am PC

Dies alles gilt übrigens nicht nur für die Funktion „Wandern“. Auch weitere Sportarten wie Laufen, Trailrunning, Rennradfahren oder Mountainbiken sind möglich. Für die jeweiligen Sportarten sind natürlich auch spezielle Tourenvorschläge gespeichert. Man muss die Tourenplanung und Auswertung übrigens nicht am Smartphone vornehmen. Die Apps haben in der Regel auch eine Webseite, so dass man ganz bequem am größeren Bildschirm des Notebooks oder PC die Touren vor- und nachbereiten kann. Mit der Synchronisierungsfunktion ist dann das Smartphone immer „uptodate“. 

Der größte Nutzen ist die Navigationsfunktion

Der größte Mehrwert dieser digitalen Tourenplaner aber dürfte die Navigationsfunktion sein. Wie beim Autofahren führt eine Stimme den Wanderer oder die Wanderin durch die vorher geplante Tour, auch im Gelände. Selbst wenn man einmal vom Weg abgekommen ist, lässt einen die App nicht im Stich. Mit den Hinweisen „Sie haben die Route verlassen“ und „Die Route liegt 30 Meter links von Ihnen“ sowie „Sie sind jetzt wieder auf der Route“ kann man sich praktisch nicht verlaufen. Natürlich kann man den Streckenverlauf und die eigene Position während der gesamten Tour auch optisch auf dem Bildschirm verfolgen.

Und die Kosten? 

Die Basisversionen der Apps sind durchgehend kostenlos. Mit ihnen kann man schon mal etwas anfangen und testen, ob das überhaupt etwas für einen ist. Bei Komoot zum Beispiel ist eine frei wählbare Region kostenlos, beispielsweise die Region „Gardasee“. Schon in dieser Variante kann man alle Funktionen nutzen. Für einmalig rund 30 Euro bekommt man Zugriff auf das sogenannte „Welt-Paket“ und hat unbegrenzten Zugriff auf alle verfügbaren Touren, wo immer diese sich befinden. Bei anderen Anbietern wie Outdooractive ist es ähnlich. 

Ein Tipp zu den digitalen Wanderführern zum Schluss

Der Stromverbrauch dieser Routen-Apps ist ziemlich hoch. Wer längere Touren plant, sollte daher besser eine Powerbank im Gepäck haben, damit er den Akku seines Smartphones unterwegs laden kann. Man kann die Karten auch downloaden und offline verwenden, allerdings ist die Funktion meistens kostenpflichtig und den Premium-Versionen vorbehalten.

Mehr zum Thema

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