Ob eine Rangelei auf dem Schulhof oder ein Sturz beim Joggen – nicht selten sind ausgeschlagene Zähne das unschöne Resultat. Was tut man in einem solchen Fall? „Jetzt nur nicht in Panik geraten, sondern besonnen vorgehen“, rät Dr. Jochen H. Schmidt, zahnärztlicher Leiter des Carree Dental in Köln. Blutet die Wunde stark, so ist der Biss auf ein sauberes Taschentuch die wichtigste medizinische Sofortmaßnahme. Danach sollte der ausgeschlagene Zahn gesucht und umgehend zum Zahnarzt gebracht werden. „Selbst bei starker Verschmutzung diesen bitte nicht abgewaschen oder desinfizieren“, empfiehlt Schmidt. Ist keine Zahnrettungsbox vorhanden (erhältlich in Apotheken oder beim Zahnarzt), so eignet sich kurzfristig auch die Mundhöhle im Wangenbereich als Aufbewahrungsort. Dadurch wird verhindert, dass die Wurzeloberfläche austrocknet, was die Überlebenschance jedes Zahns drastisch reduziert. Anderenfalls sind die Überlebenschancen sehr gering: „Bereits nach einer halben Stunde sterben so viele Zellen ab, dass der Zahn kaum noch zu retten ist“, so der Zahnmediziner. Ein Replantieren, also ein Wiedereinsetzen, ist dann so gut wie unmöglich.
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