Oft betrifft die Scheidentrockenheit Frauen in der Zeit der Peri- und Postmenopause, also ab circa 40 Jahren. Diese Zeit geht mit hormonellen Veränderungen einher – die Spiegel der Sexualhormone sinken. Vor allem die Östrogene haben einen besonders großen Einfluss auf die Beschaffenheit der Vagina. Sie sorgen dafür, dass die Schleimhaut immer optimal durchblutet und gut mit Feuchtigkeit versorgt ist. Fehlt nun Östrogen, schrumpfen die Schleimhautzellen und können ihre Aufgabe nicht mehr richtig erfüllen. Die Folge: Scheidentrockenheit, die sich durch Jucken, Brennen und Schmerzen bemerkbar machen kann.
Und nun?
Sprechen Sie darüber mit Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt. Sie oder er kann zum Beispiel eine Salbe mit einem Östrogen verordnen. Diese wird anfangs täglich, später dann nur noch zwei bis Mal wöchentlich angewendet. Das Präparat wirkt nur an Ort und Stelle und behandelt so die Ursache. Ist die Scheidentrockenheit nicht zu stark ausgeprägt, können auch (hormonfreie) Produkte aus der Apotheke Linderung verschaffen. Diese gibt es als Gele, feuchtigkeitsspende Cremes oder Vaginalzäpfchen. Einige Produkte enthalten auch weitere zumeist pflanzliche Wirkstoffe wie Kamille oder Thymian, die zusätzlich noch wundheilungsfördernd bei kleineren Verletzungen wirken. Viele dieser Cremes eignen sich auch als Gleitgel bei Geschlechtsverkehr.
Bakterielle Fehlbesiedlung
Natürlicherweise ist die Vaginalschleimhaut mit Laktobazillen besiedelt, die für einen sauren pH sorgen. Kommt es nun zu hormonellen Veränderungen z.B. in der Lebensmitte, Schwangerschaft, durch Einnahme von Medikamenten oder ist das Immunsystem geschwächt, nimmt häufig auch die Zahl der Laktobazillen ab. Das Milieu verändert sich und es können andere Bakterien und Pilze einwandern. Auch eine exzessive und falsche Intimhygiene kann zu einer Milieuverschiebung führen. Daher ist es wichtig, nur Waschlotionen zu verwenden, die extra für den Intimbereich ausgewiesen sind und einen sauren pH-Wert haben. Bei leichten Verschiebungen des Milieus kann eine Kur mit Milchsäure oder Laktobazillen Abhilfe schaffen. Diese gibt es zum Einführen in die Vagina oder auch bequem zum Einnehmen. Sollte der vaginale Ausfluss sich stark in Menge, Aussehen und Geruch verändern, die Symptome zum ersten Mal oder während der Schwangerschaft auftreten ist ein Arztbesuch unumgänglich! Hier kann dann unterstützend die Milchsäure- bzw. Laktobazillen Kur angewendet werden.
Und wenn es ein Pilz ist?
Anders als bei bakteriellen Infektionen ist der Ausfluss bei Pilzinfektionen geruchlos. Typische weitere Symptome sind starker Juckreiz , Brennen, Rötung der Schamlippen und krümeliger Ausfluss. Meistens kommen die Erreger aus dem Darm durch falsche Analhygiene. Daher schon den Kleinsten beibringen: immer von vorne nach hinten abwischen! Eine vaginale Pilzinfektion kann meistens gut selbst behandelt werden. Da oft die Vagina und Vulva, also innere und äußere Bereiche gleichermaßen betroffen sind, gibt es Kombinationspräparate mit Zäpfchen oder Tabletten zum Einführen und einer Creme für die äußeren Bereiche. Gegen den unangenehmen Juckreiz bieten z.B. Sitzbäder mit adstringierenden Zusätzen an. Auch eine Slipeinlage mit Retterspitz getränkt kann als wohltuend empfunden werden.
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