Montag, 20. Mai

Praxistipp aus der Apotheke

Volksleiden Venenerkrankung – was hilft?

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Was sind Venenerkrankungen und wie können wir unsere Venen unterstützen? Venenleiden sind mittlerweile zu einem Volksleiden geworden. In unseren hochtechnischen Ländern kommen Venenleiden häufig vor und können, unbehandelt, lebensbedrohliche Erkrankungen wie Thrombosen auslösen. Laut Schätzungen sind circa 32 Millionen Erwachsene alleine in Deutschland betroffen. Wie Sie Ihren Venen Gutes tun können, verrät Ihnen jetzt Alexandra Haberkorn. Sie PKA und zertifizierte Venenfachberaterin in der Marien-Apotheke in Lohr a.M..

Erste Anzeichen von Venenleiden

Zu den ersten Anzeichen zählen Schwellungen an den Knöcheln (die über die Nacht wieder zurückgehen), müde und schwere Beine, nächtliche Wadenkrämpfe und Besenreiser bis hin zu Krampfadern. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer, was unter anderem an den Ursachen von Venenerkrankungen liegen kann. Dazu zählen hormonelle Umstellungen bei Schwangerschaften oder den Wechseljahren, familiäre Veranlagung, Übergewicht, mangelnde Bewegung, Alter (40+) aber auch verschiedene Krankheitsbilder (z.B. Diabetes mellitus). 

Bewegung, Bewegung … tut Venen gut

Um einer Verschlechterung des Venenleidens entgegenzuwirken, können wir einiges tun. Unsere Venen brauchen Unterstützung von unserer Muskulatur (Venen-Muskel-Pumpe). Dafür ist die regelmäßige Bewegung wichtig. Nicht nur Venengymnastik, sondern auch 30 Minuten am Tag flott Gehen, Joggen oder Radfahren ist empfehlenswert. Nehmen Sie die Treppe statt des Aufzugs. Wenn Sie viel im Sitzen arbeiten, bauen Sie alle 20 Minuten 20 Schritte in Ihren Alltag ein. Ausreichend Flüssigkeit, am besten zwei Liter Wasser, ist genauso wichtig wie lockere Kleidung und flache Schuhe. So haben es unsere Venen leichter, das Blut zurück zum Herzen zu transportieren.

Im Sommer: kneippsche Güsse, Wassertreten und Schwimmen

Im Sommer sind kneippsche Güsse, Wassertreten und Schwimmen besonders gut geeignet. Das Wasser hat einen kühlenden und abschwellenden Effekt. Vermeiden Sie Hitze, dadurch weitet sich unser Venengewebe und die Beschwerden verschlechtern sich. Ist das Venenleiden schon weiter fortgeschritten, sind Gele mit Rosskastanie oder rotem Weinlaub zu empfehlen. Diese Wirkstoffe können auch innerlich angewendet werden, um die Venenwände zu stärken. 

Kompressionsstrümpfe bei Venenleiden empfehlenswert

Auch kompressive Strümpfe helfen Ihnen, die Beschwerden zu lindern. Diese sollten einen nachgewiesenen Druck von mindestens 15 mmHg haben und am besten am Bein angemessen sein, um eine gute Passform zu gewährleisten. Fragen Sie hierzu einfach in Ihrer Apotheke vor Ort nach. 

Kompressionsstrümpfe sind auch bei längeren Reisen immer zu empfehlen und mittlerweile auch bei Sportlern sehr beliebt. Sie helfen, die Regeneration der Muskeln zu verbessern und Krämpfen vorzubeugen. Achten Sie auf Ihre Beingesundheit und lassen sich gerne in Ihrer Vor-Ort-Apotheke beraten. Sollten sich Ihre Beschwerden nicht bessern oder fühlen sich Ihre Beine heiß an, haben Sie stärkere Schmerzen in den Beinen, eventuell sogar Fieber, dann suchen Sie dringend einen Arzt auf und lassen Ihre Venen untersuchen.

Helfen Sie Ihren Venen 

mit diesen kleinen Übungen der Expertin

  • Gehen Sie auf die Zehenspitzen (geht auch im Sitzen) und wippen Sie vor und zurück
  • Strecken Sie im Sitzen die Beine aus und kreisen Sie die Füße in beide Richtungen
  • Aus der gleichen Position heraus die Füße kräftig nach vorne/unten drücken und wieder zurückziehen

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