Sonntag, 16. Juni

Praxistipps aus Ihrer Apotheke

Erhöhte Sonnenbrandgefahr durch manche Medikamente

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Medikamente können die Haut empfindlicher gegenüber Sonnenlicht machen und zu unerwünschten Reaktionen führen. Es ist wichtig, sich der Risiken bewusst zu sein und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Hier sind einige der wichtigsten Substanzen, die eine Fotosensibilisierung verursachen können:

  • ANTIBIOTIKA: Bestimmte Antibiotika wie Tetrazykline, Cotrimoxazol und Chinolone wie Ciprofloxacin können die Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlen machen.
  • DIABETES-MEDIKAMENTE: Sulfonylharnstoffe, die zur Behandlung von Diabetes eingesetzt werden, können ebenfalls eine Fotosensibilisierung verursachen.
  • ENTWÄSSERUNGSTABLETTEN: Medikamente wie Hydrochlorothiazid (HCT) und Furosemid, die zur Entwässerung des Körpers verwendet werden, können die Hautempfindlichkeit und sogar das Hautkrebsrisiko erhöhen.
  • HERZ-KREISLAUFMITTEL: Bestimmte Medikamente zur Behandlung von Herz-Kreislauf- Erkrankungen wie Amiodaron, Chinidin, ACE-Hemmer wie Ramipril Praxistipps können eine Fotosensibilisierung verursachen.
  • HORMONE: Hormonelle Medikamente wie die Anti-Baby-Pille, Cortison, Östrogen und Spironolacton können die Haut empfindlicher gegenüber Sonnenlicht machen.
  • KREBSMEDIKAMENTE: Einige Krebsmedikamente, insbesondere monoklonale Antikörper, können zu einer erhöhten Sonnenempfindlichkeit führen.
  • PFLANZLICHE SUBSTANZEN: Bestimmte pflanzliche Präparate wie Johanniskraut, Arnika, Baldrian und ätherische Öle wie Zitronell-Öl machen die Haut sonnenempfindlich.
  • PSYCHOPHARMAKA: Achtung in der Sonne bei Medikamenten zur Behandlung von psychischen Erkrankungen wie Amitriptylin und Chlorpromazin.
  • SCHMERZMITTEL: Einige Schmerzmittel wie Diclofenac, Naproxen und Ibuprofen, auch in äußerlicher Form, erhöhen die Sonnenbrandgefahr.

Schnell handeln

Wenn Sie Anzeichen einer Fotosensibilisierung bemerken, suchen Sie sofort einen Arzt auf. Als Sofortmaßnahmen können kühlende Umschläge oder Gele mit Antihistaminika oder Cortison helfen. Beachten Sie, dass der Hautschaden durch Medikamente schwerwiegender sein kann als ein gewöhnlicher Sonnenbrand und länger anhalten kann, möglicherweise bis zu drei Tage. Es ist daher wichtig, rechtzeitig zu handeln und vorzubeugen.

So schützen Sie Ihre Haut vor der Fotosensibilisierung

  • AUSWEICHEN: Vermeiden Sie Sonnenlicht, insbesondere in den Mittagsstunden zwischen 11 und 15 Uhr. Nehmen Sie Ihre Medikamente nach Rücksprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker möglicherweise abends ein oder reduzieren Sie die Dosis nach Absprache.
  • BEDECKEN: Tragen Sie sonnenundurchlässige Kleidung, einen breitkrempigen Sonnenhut und eine Sonnenbrille, um Ihre Haut vor direkter Sonneneinstrahlung zu schützen.
  • CREMEN: Verwenden Sie einen Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor und tragen Sie ihn großzügig auf Ihre Haut auf, bevor Sie sich der Sonne aussetzen.

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