Donnerstag, 18. Juli

Blutfettwerte im Visier

Kennen Sie Ihre Cholesterin-Werte?

©stock.adobe.com/Yaruniv-Studio

Am 14. Juni ist Tag des Cholesterins und auch dieses Jahr fordert die DGFF (Lipid-Liga) e.V. alle Menschen dazu auf, ihre Blutfettwerte messen zu lassen. Warum? Weil wir in der Regel nicht spüren, wenn unser Cholesterinspiegel zu hoch ist, erhöhte Blutfettwerte aber unbehandelt zu schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zum Tod führen können.

Gefäßverkalkungen und Arteriosklerose durch zu viel Cholesterin

Cholesterin gehört zu den Lipiden (Fetten) und wird zu einem Großteil vom Körper hergestellt. Einen kleinen Teil nehmen wir mit der Nahrung auf. Cholesterin ist für unseren Körper unverzichtbar, denn es spielt eine wichtige Rolle bei der Produktion von Hormonen und ist Bestandteil der Zellhüllen. „Zu viel Cholesterin allerdings an der falschen Stelle – im Blut und in der Gefäßwand – führt zu ernsthaften Gesundheitsschäden durch Gefäßverkalkungen, die Arteriosklerose, und damit zu einem erhöhten Risiko für Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt und Schlaganfall“, schreibt die Deutsche Herzstiftung auf ihrer Website. Eine Arteriosklerose kann lange unbemerkt bleiben, weil sie keine Schmerzen verursacht.

Wie war das nochmal mit dem „guten“ und dem „schlechten“ Cholesterin?

Bei der Beurteilung der Cholesterinwerte im Blut kommt es nicht nur auf die Gesamtmenge an, sondern auch auf die Zusammensetzung. Dabei unterscheidet man zwischen dem sogenannten LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin. Vereinfacht kann man sich LDL und HDL als Transportproteine vorstellen. LDL bringt das Cholesterin über die Blutbahn in die einzelnen Körperzellen, damit es dort weiterverarbeitet wird. Befindet sich mehr LDL-Cholesterin im Blut, als die Zellen aufnehmen können, lagert es sich an den Gefäßwänden ab und führt zu Arteriosklerose. HDL gilt als Aufräumer. Es sammelt das überschüssige Cholesterin ein (auch von den Gefäßwänden) und bringt es zur Leber, wo es zum Beispiel zu Gallensäure umgewandelt wird. HDL-Cholesterin ist als das „gute“ Cholesterin bekannt.

Wann sind Cholesterinwerte gesund?

Mithilfe einer Blutprobe kann der Arzt die Cholesterinwerte ermitteln. Grundsätzlich gilt ein möglichst hoher Anteil an HDL bei einem geringen Anteil an LDL als gesund. Ab wann Cholesterinwerte gefährlich werden, kann nicht für jeden Menschen pauschal festgelegt werden und ist abhängig von verschiedenen Faktoren, wie Raucherstatus, Körpergewicht oder dem Vorliegen von Krankheiten.

Wie kommt es zu gefährlichen Cholesterinwerten?

Der Cholesteringehalt im Blut hängt sowohl von erblichen Faktoren als auch von der Lebensweise ab. Wer sich einseitig, ballaststoffarm sowie fettreich ernährt und sich dazu wenig bewegt oder gerne Alkohol trinkt, trägt ein erhöhtes Risiko für schlechte Blutfettwerte. Manchmal sind aber auch die Gene Schuld. Bei der sogenannten familiären Hypercholesterinämie ist das LDL-Cholesterin von Geburt an zu hoch – und das unabhängig vom Lebensstil. Etwa eine von 250 bis 300 Personen ist in Deutschland davon betroffen.

Was tun bei zu hohen Werten?

Wenn der Arzt die Cholesterinwerte auffällig einstuft, heißt es, den Lebensstil zu überdenken: sich gesünder ernähren, mehr bewegen und auf Tabak und Nikotin verzichten. Verbessern sich die Werte trotz dieser Maßnahmen nicht oder sind die Gefäße bereits stark von Arteriosklerose betroffen, kommen Medikamente zum Einsatz. An erster Stelle stehen dabei die sogenannten Statine. Sie sind in der Regel gut verträglich und sorgen dafür, dass weniger Cholesterin hergestellt wird. Fachleute bezeichnen Statine deshalb auch als Cholesterinsenker oder Fettsenker. Sie reduzieren nachweislich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Enge Abstimmung mit dem Arzt

Kann mit der höchsten verträglichen Dosis an Statinen das Behandlungsziel nicht erreicht werden, kommen beispielsweise Cholesterin-Resorptionshemmer, PCSK9-Hemmer oder Gallensäurebinder zum Einsatz. Egal welcher Wirkstoff eingesetzt wird – allen Therapien gemeinsam ist, dass die Einhaltung der gemeinsam mit dem Arzt vereinbarten Behandlungsmaßnahmen unablässig für den Behandlungserfolg ist.

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