Donnerstag, 16. April

Was ist eigentlich...

…ein Hörsturz? 

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Wenn man von einem Moment auf den anderen schlechter oder gar nicht mehr hört, kann ein sogenannter Hörsturz dahinterstecken. Lesen Sie, um was es sich dabei genau handelt und was dagegen hilft. 

Ein lauter Knall, eine Virusinfektion oder bestimmte Medikamente – es gibt zahlreiche Gründe für eine plötzliche Verschlechterung des Hörvermögens. Lässt sich kein eindeutiger Auslöser identifizieren, so spricht man von einem Hörsturz. Als Hauptursache wird eine Durchblutungsstörung des Innenohrs vermutet. Darüber hinaus scheint anhaltender Stress ein Risikofaktor für einen Hörsturz zu sein. Obwohl prinzipiell Menschen aller Altersgruppen einen Hörsturz erleiden können, sind vor allem Erwachsene ab einem Alter von 40 Jahren betroffen. Die Häufigkeit ist unter Männern und Frauen in etwa gleich. Schätzungen der Deutschen Tinnitus-Liga gehen davon aus, dass hierzulande jedes Jahr mehr als 150.000 Personen einen Hörsturz erleiden. 

Symptome 

Bei einem Hörsturz kommt es innerhalb weniger Minuten oder Stunden zu einer meist einseitigen Minderung des Hörvermögens bis hin zu kompletter Taubheit. Begleitend können Ohrgeräusche (Tinnitus), Schwindel und/oder ein Druckgefühl („Watte im Ohr“) auftreten. In mehr als der Hälfte aller Fälle klingen die Beschwerden innerhalb weniger Stunden bzw. nach ein bis zwei Tagen von selbst wieder ab. Bei länger anhaltenden Beschwerden, einer starken Hörminderung, zusätzlichem Schwindel oder Vorerkrankungen an den Ohren sollte möglichst zeitnah ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufgesucht werden. Dieser kann andere Gründe für die Hörminderung ausschließen und rechtzeitig die richtige Behandlung einleiten. 

Behandlung

Mittel der Wahl sind in der Regel Medikamente aus der Gruppe der Glukokortikosteroide (z. B. Prednisolon, Dexamethason), die entzündungshemmend wirken. Diese können in Form von Tabletten eingenommen werden. In bestimmten Fällen empfiehlt der Arzt eine lokale Verabreichung der Wirkstoffe mittels Spritzen ins Mittelohr oder eine Infusion. Früher kamen bei einem Hörsturz durchblutungsfördernde Medikamente (Rheologika, Vasodilatatoren) zum Einsatz. Da sie sich in Studien jedoch nicht als wirksam erwiesen haben und teils starke Nebenwirkungen verursachen, werden diese Mittel heutzutage nicht mehr zur Behandlung eines Hörsturzes empfohlen. Weil die Ursachen bislang nicht ausreichend erforscht sind, können auch keine klaren Empfehlungen dazu gegeben werden, wie man die Heilung unterstützt bzw. wie man einem Hörsturz vorbeugt. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass stressreduzierende Maßnahmen wie Entspannungsübungen und ausreichend Schlaf sowie gegebenenfalls ein Rauchstopp hilfreich sein könnten. 

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