Donnerstag, 18. Juli

Für Groß und Klein

Tipps zur Auswahl einer Sonnenbrille

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Sie ist eines der beliebtesten Mode-Accessoires: die Sonnenbrille. Egal ob schick, sportlich oder glamourös – die getönten Gläser auf der Nase verleihen ihrem Träger sofort Stil. Doch gutes Aussehen allein sollte nicht der einzige Grund sein, eine Sonnenbrille aufzusetzen. Sind die Augen dem hellen Licht und den ultravioletten (UV) Strahlen der Sonne ungeschützt ausgesetzt, kann es ihnen schaden. Augen sind tatsächlich ebenso Sonnenbrand-gefährdet wie unsere Haut (s. Artikel „Was ist eigentlich ein Augensonnenbrand?“.

Gleichzeitig Schutz für die Augenpartie

Doch nicht nur das Auge selbst ist empfindlich, auch die zarte Haut um die Augenpartie herum leidet, wenn sie ungeschützt der Sonne ausgesetzt ist. Es bilden sich Fältchen und im schlimmsten Fall auch Hautkrebs. Daher sollten Sie genauso, wie Sie Ihre Haut vor zu viel Sonne schützen, zum Beispiel durch entsprechende Kleidung, eine Kopfbedeckung sowie durch Sonnenschutzcreme, auch Ihre Augen schützen. Wie? Am besten mit einer entsprechenden, guten Sonnenbrille. Aber was zeichnet eine gute Sonnenbrille, die wirklich schützt, aus?

Dunkel allein reicht nicht

Wichtig zu wissen: Die Farbe der Brillengläser allein sagt gar nichts über ihre Schutzfunktion aus. Dunkle Gläser ohne UV-Schutz können sogar noch schädlicher sein als keine Sonnenbrille, denn: Die Verdunklung der Brille verhindert ein Zusammenziehen der Pupillen, wenn Sie in die Sonne blicken. Schädliche UV-Strahlen können dann noch besser ins Auge und auf die Netzhaut treffen.

CE-Kennzeichnung reicht nicht aus!

Achten Sie beim Kauf einer Sonnenbrille darauf, dass sie über einen UV-Filter verfügt, der vor Strahlen von bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern schützt. Etiketten wie „UV400″ oder „100 Prozent UV-Schutz“ sind ein Hinweis auf entsprechenden UV-Schutz. Die Angabe wird allerdings nicht kontrolliert und ist daher kein Garant für Schutz. Markierungen mit „DIN EN ISO 12312-1″ oder „DIN EN 172″ geben verlässliche Hinweise auf normgerechten UV-Schutz. Eine CE-Kennzeichnung („Europäische Konformität“) reicht nicht, denn sie bestätigt lediglich, dass die Gläser den gesetzlichen Sicherheitsanforderungen der EU-Richtlinien entsprechen.

Der Blendschutz

Für ein angenehmes Sehen ist der Schutz vor Helligkeit entscheidend. Dieser wird bei Sonnenbrillen in Kategorien von 0 bis 4 eingeteilt:

  • Kategorie 0: bis zu 20 Prozent Abdunklung, ideal für den Sommerabend.
  • Kategorie 1: 20- bis 60-prozentige Abdunklung, gut für helle, aber bewölkte Tage.
  • Kategorie 2: Nur noch 18-43 Prozent des Lichts erreicht das Auge, das ist ausreichend für die hellen Sommertage in Deutschland.
  • Kategorie 3: Wer sich in den Bergen oder am Meer aufhält, braucht diese ca. 90-prozentige Abdunklung.
  • Kategorie 4: Die stärkste Abdunklung, passend für Schnee oder Hochgebirge. Sie sollte aber nicht beim Autofahren getragen werden.

Mehr Komfort beim Optiker

Optimal sind Brillengläser, die sich selbstständig den unterschiedlichen Lichtverhältnissen anpassen. Natürlich sind sie gegenüber den Standardgläsern etwas teurer. Und natürlich gibt es die Gläser – nicht nur die mit „Licht-Autokorrektur“ – in Ihrer Sehstärke und sogar als Gleitsichtbrille. Die finden Sie allerdings nicht auf dem Ständer an der Strandpromenade, sondern nur beim Optiker. Und: Es dauert zwei bis drei Wochen, bis diese individuell für Sie angepasste Sonnenbrille fertig ist, daher rechtzeitig vorm Urlaub daran denken.

Das passende Gestell

Um die Augen optimal schützen zu können, sollte die Sonnenbrille gut sitzen, nicht verrutschen und groß genug sein, um auch seitliche Strahlung abzuschirmen. Wer im Sonnenschein arbeitet oder Sport betreibt, braucht eventuell eine spezielle Brille, zum Beispiel ein enganliegendes Sportmodell oder eine Schwimmbrille mit UV-Schutz (auch diese gibt es sogar in der individuellen Sehstärke des Benutzers).

Und die Kleinen …?

Kinderaugen sind noch sehr empfindlich und müssen besonders gut vor Sonnenlicht geschützt werden. Der Grund: Die Pigmentierung, und damit der natürliche Eigenschutz der Augen, entwickelt sich genau wie bei der Haut und den Haaren erst mit zunehmendem Alter. Je jünger, desto heller sind die Augenlinsen der Kinder. Außerdem haben sie größere Pupillen als Erwachsene, dadurch gelangt mehr UV-Strahlung ins Auge und kann die Netzhaut schädigen.

Pralle Sonne meiden

Für die Sonnenbrille der Kinder gelten natürlich dieselben Qualitätskriterien wie für die der Erwachsenen. Wenn ein Dreijähriger allerdings partout keine Brille tragen möchte, kann es schon mal schwierig werden. Meiden Sie deshalb allgemein mit Babys und kleinen Kindern die pralle Sonne. Lassen Sie Ihr Kind selbst die Sonnenbrille aussuchen und anprobieren, damit das Modell gern aufgesetzt wird. Neben Sonnenbrillen schützen auch Schirmmützen das Gesicht und die Augen vor UV-Strahlung.

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