Mittwoch, 12. Dezember

Neues aus der Wissenschaft

Ein guter Schlaf-Wach-Rhythmus tut der Psyche gut

Haben Sie sich schon einmal Gedanken über Ihren Schlaf-Wach-Rhythmus gemacht? Sind Sie tagsüber in Aktion und schlafen nachts ausreichend? Hervorragend, denn eine gute Balance zwischen Aktiv- und Ruhephasen wirkt sich positiv auf die mentale Gesundheit aus: Wissenschaftler der University of Glasgow kamen nämlich zu dem Ergebnis, dass ein Ungleichgewicht das Risiko für Depressionen, bipolare Störungen, eine verlangsamte Reaktionszeit, das Erleben von Unzufriedenheit und Einsamkeit erhöht.

Ist der Schlaf-Wach-Rhythmus durcheinander, gerät die Psyche eher aus dem Gleichgewicht

Konkret untersuchten die Forscher, wie sich eine Störung des zirkadianen Rhythmus auf die Psyche und das Wohlbefinden auswirkt. Der Organismus nutzt den zirkadianen Rhythmus sozusagen dafür, regelmäßige physiologische Vorgänge in einem Zeitraum von 24 Stunden zu synchronisieren. Dazu gehören unter anderem die Muster der täglichen Hormonfreisetzung, Essen und der Schlaf-Wach-Zyklus als wichtigster. Gerät der Rhythmus durcheinander bzw. stimmt die Balance nicht, leidet die psychische Gesundheit objektiv, aber auch die subjektive Bewertung von Zufrieden-sein, Sich-einsam-Fühlen und einer verminderten Reaktionszeit, einem indirekten Maß für die kognitiven Fähigkeiten, so die Erkenntnis der Untersuchung.

Daten von 91.105 Teilnehmern ausgewertet

Für ihre Studie nutzten die Wissenschaftler in Schottland Aktivitätsdaten von 91.105 Männern und Frauen zwischen 37 und 73 Jahren. Das Forscherteam verwendete Daten von Teilnehmern, deren Aktivität sieben Tage lang elektronisch aufgezeichnet wurde.

©Halfpoint/stock.adobe.com

Danach schauten sie nach einer Querverbindung zwischen einem schlechten Schlaf-Wach-Rhythmus und Stimmungsstörungen, Wohlbefinden und kognitiven Variablen an. Zum Schluss passte das Team sein Modell unter anderem an Alter, Jahreszeit zum Zeitpunkt der Aufzeichnung, Geschlecht, Lebensstil, Ausbildung und erlittene Kindheitstraumata an.

Ergebnisse sind weltweit wichtig

„In der größten derartigen Studie, die jemals durchgeführt wurde, fanden wir einen stichhaltigen Zusammenhang zwischen Störungen des zirkadianen Rhythmus und Gemütsstörungen“, erklärt Hauptautorin Dr. Laura Lyall. „Dies ist weltweit wichtig, weil immer mehr Menschen in städtischen Umgebungen leben, von denen bekannt ist, dass sie das Risiko einer zirkadianen Störung und damit einhergehend nachteiliger psychischer Gesundheit erhöhen“, ergänzt Professor Daniel Smith, Professor für Psychiatrie und leitender Autor. Anders gesagt: Die Studie verdeutlicht, wie positiv sich ein Wechsel aus Aktiv-sein am Tag und regelmäßiger Ruhe in der Nacht auf die psychische Gesundheit auswirkt.

Die Ergebnisse der Studie veröffentlichten die Wissenschaftler der University of Glasgow im Fachjournal „The Lancet Psychiatry“.

Tipps für einen guten Schlaf-Wach-Rhythmus

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