Donnerstag, 20. Juni

Praxistipps aus der Apotheke

Was hilft bei Mückenstichen und wie schützt man sich davor?

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Wer kennt diese Situation nicht? Der Grill kühlt langsam ab, das Kaltgetränk nach dem Essen ist eingeschenkt und man freut sich auf einen lauschigen Abend im Freien. Und dann … geht das „Gesumme“ los! An einen wirklich entspannten Abend ist nicht mehr zu denken! Oder doch? Wie Sie sich am besten vor Mückenstichen schützen und was hilft, wenn Sie gestochen wurden, dazu Marijan Kreth jetzt Tipps. Er ist Inhaber der Pluspunkt Apotheke am Ärztehaus sowie der Pluspunkt Apotheke Sachsentor in Hamburg-Bergedorf.

Für Haut und Kleidung: Sprays gegen Mückenstiche

Der beste Schutz vor lästigen Mückenstichen besteht darin, sich gar nicht stechen zu lassen. Dafür empfehle ich neben langer heller Kleidung aus Baumwolle spezielle Sprays (sogenannte Repellentien), die direkt auf die Haut aufgetragen werden. Vor allem Arme, Beine, Füße und Nacken sollten ausreichend eingesprüht werden. Am wirksamsten sind die Wirkstoffe Diethyltoluamid, kurz DEET (Goldstandard) und Icaridin, jeweils in möglichst hoher Konzentration. Es gibt sogar Sprays, mit denen man die Kleidung besprüht. Diese sind dann für circa sieben Tage abweisend gegen Mücken.

„Repellentien schützen wunderbar“

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Repellentien wirklich wunderbar schützen. Viele meiner Kundinnen und Kunden sind Camper oder Schwedenreisende und nutzen ebenso mit Erfolg die vorbeugenden Sprays. Steht eine Fernreise in Gebiete mit Malaria an, empfehle ich eine eingehende Beratung in der geschulten Apotheke vor Ort, da jede Malaria-Zone eine andere Herangehensweise fordert. Auch Impfungen, Dengue-Fieber und andere tropische Krankheiten sollten vorher besprochen werden. 

Im Falle eines Falles: Mückenstich kühlen

Bekommt man trotz aller Vorsicht doch einen Stich ab, so hilft es am besten, wenn sofort mit Eis (eingewickelt in ein Baumwolltuch) gekühlt wird. Wer auf die berühmte halbe Zwiebel schwört, soll auch gerne diese verwenden. Die schnelle Versorgung mit Kälte lindert Juckreiz und Schwellung.

Nach der Kühlung unbedingt ein Antihistaminikum als Gel aus der Apotheke auftragen. Dieses sorgt dafür, dass weiterhin gekühlt und der juckreizauslösende Botenstoff Histamin in seiner Ausschüttung vermindert wird. So wird eine starke Quaddelbildung mit fiesem Juckreiz weitestgehend verhindert. Wer stärker auf Insektenstiche reagiert, kann für kurze Zeit eine freiverkäufliche Creme mit Kortison verwenden. 

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Und was ist mit Hitze bei Mückenstichen?

Der Vollständigkeit halber soll ein Gerät erwähnt werden, welches seit einigen Jahren auf dem Markt ist: Man hält es direkt an den Stich und das Gerät erzeugt Wärme (circa 51 Grad Celsius). So soll der Juckreiz nachhaltig gestillt werden. In Bezug auf die Wirkung gibt es aber bisher nur Vermutungen…

Bitte nicht kratzen!

Auch wenn es schwer fällt, gilt generell: Nicht kratzen! Kratzt man den Stich auf, können Erreger in den Körper eindringen und zu lokalen Entzündungen führen. Wird ein Stich aufgekratzt, ist es ratsam, die Stelle mit nicht auf der Wunde brennenden Sprays zu desinfizieren. Wird man an empfindlichen Stellen wie Augenlid oder Innenohr gestochen und es kommt zu einer unangenehmen Schwellung im betroffenen Bereich, ist ein Arztbesuch unbedingt anzuraten! 

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