Sonntag, 11. April

Corona-Tipps

Maskne: Was gegen die Pickel durchs Masketragen hilft

©Carlos David/stock.adobe.com

Wenn Sie gerade viel einen Mund-Nasenschutz tragen müssen, kennen Sie das Problem sicherlich: Die Haut spielt verrückt und es entstehen Unreinheiten. Durch das Tragen eines Mund-Nasenschutzes kann sich Akne bilden. Tatsächlich ist die sogenannte „Maskne“ nicht nur ein kosmetisches Problem: Es kann sich auch das Verschlimmern einer bestehenden Hauterkrankung dahinter verbergen. Denn wenn Sie schon einmal an echter Akne gelitten haben, kann diese durch die Maske wieder ausbrechen.

Warum entsteht Maskne?

Das Phänomen ist keine Pandemie-Neuentdeckung. Vor allem Gesundheitspersonal kennt das Problem der Maskne schon lange. Durch die nun herrschende Maskenpflicht ist sie aber ein Problem, das immer häufiger auftritt.

Bei der Maskne handelt es sich nicht um eine hormonelle Akne, sondern um eine mechanische. Das bedeutet, sie wird durch äußere Umstände ausgelöst: Durch die Maske entsteht Reibung, wodurch die Barriere der Haut geschädigt wird. Dermatologen nennen diese Problematik „periorale Dermitis“, also ein Überreaktion der Haut. Durch diese Schädigung können Schmutz und Bakterien die Haut leichter angreifen und es entstehen Unreinheiten – vor allem an Nase, Kinn und Wangen.

Neben der Reibung kann auch das Schwitzen und Atmen unter der Maske zu Unreinheiten führen. Denn dadurch sammelt sich viel Wärme und Feuchtigkeit, die Ihre Haut nicht so gernhat.

Wie behandeln Sie Maskne?

Wenn Sie erste Anzeichen für eine Maskne bemerken, hilft die richtige Pflege, um die Haut wieder zu beruhigen.

  1. Gehen Sie besonders vorsichtig vor und nutzen Sie keine Produkte, die die Hautbarriere noch weiter beschädigen könnten.
  2. Nutzen Sie zwei- bis dreimal die Woche ein sanftes Peeling, um die Haut von abgestorbenen Hautschuppen zu befreien.
  3. Verwenden Sie nach der Reinigung eine sanfte, feuchtigkeitsspendende Creme.
  4. Auf die betroffenen Stellen können Sie zusätzlich Produkte mit Ceramiden auftragen. Die Ceramide bilden eine zusätzliche Schicht und schützen die Haut so noch mehr vor Fremdkörpern und Bakterien.
  5. Es kann auch helfen, Apfelessig oder Teebaumöl direkt auf die Pickel aufzutragen und zweimal in der Woche eine Gesichtsmaske aus Heilerde zu nutzen.
  6. Lassen Sie sich am besten beraten, zum Beispiel von den Gesundheitsexperten Ihrer Guten Tag Apotheke. Denn jede Haut reagiert unterschiedlich und hat andere Bedürfnisse.

Wie beugen Sie einer Maskne vor?

Wir alle kommen um die Maske gerade nicht herum. Daher ist es wichtig, dass Sie die Maske richtig tragen, um Hautirritationen zu verhindern. Wenn die Maske beispielsweise drückt, kommt es erst recht zu Feuchtigkeit und Wärme, was die Haut zusätzlich herausfordert.

  1. Achten Sie darauf, dass vor dem Auftragen der Maske Ihre Haut trocken und sauber ist.
  2. Waschen Sie vor dem Aufsetzen Ihre Hände, damit Sie nicht aus Versehen den Stoff kontaminieren.
  3. Überprüfen Sie den richtigen Sitz der Mund-Nasenschutzes. Er sollte nicht drücken oder reiben – das kann sonst zu mechanischen Irritationen der Haut führen.
  4. Wechseln Sie die Maske regelmäßig!
  5. Passen Sie Ihre Hautpflege den neuen Umständen an: Wenn die Haut ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt ist, ist sie weniger anfällig für äußere Einflüsse.
  6. Wenn es möglich ist, sollten Sie Ihrer Haut nach etwa zwei Stunden eine Pause von der Maske gönnen.

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