Freitag, 02. Januar

Jeder Mensch hat Hoffnung

Die Hoffnung stirbt nie 

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„Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: Die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen“, soll der Philosoph Immanuel Kant gesagt haben. Über die Bedeutung des Schlafs und des Lachens für unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit haben wir in MEIN TAG bereits geschrieben. In dieser Ausgabe widmen wir uns der Hoffnung. 

Rund sieben Millionen Menschen spielen in Deutschland jede Woche Lotto oder eine andere staatliche Lotterie. Etwa 21 Millionen machen zumindest gelegentlich mit. In Europa sind es über 200 Millionen Menschen, die jährlich an staatlich lizenzierten Lotterien teilnehmen. Und allein in den USA etwa nehmen jedes Jahr rund 181 Millionen Menschen – die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung – an der Powerball-Lotterie teil.

Der weltweite Lotteriemarkt ist gigantisch:

Allein 2024 erreichte er ein Volumen von über 350 Milliarden Dollar! Bis 2030 soll das Volumen auf rund 484 Milliarden Dollar ansteigen. Warum ist Lotto so beliebt? Warum kaufen sich so viele Menschen regelmäßig ein Los, obwohl die Chancen auf einen Hauptgewinn minimal sind? Die Antwort ist einfach: Es ist die Hoffnung.  Die Hoffnung auf den Hauptgewinn. Die Chancen, die Millionen zu gewinnen, sind zwar winzig, aber die Hoffnung ist groß. Ist das unvernünftig? Nein! Unvernünftig wäre es nur, auf den Lottogewinn zu hoffen, obwohl man sich gar kein Los gekauft hat (kennen Sie noch den Claim: „Nur wer mitspielt, kann gewinnen“?). Und die Menschen werden in ihrer Hoffnung immer wieder bestätigt: Es gibt sie ja tatsächlich, die Menschen, die von einem Tag auf den anderen durch ihren Lottogewinn zu Millionären oder sogar Multimillionären werden. Warum sollte ich nicht der Nächste sein? Hoffnung begleitet uns das ganze Leben hindurch.

Der Glaube an den Weihnachtszauber:

Das Kleinkind hofft, dass das Christkind oder der Weihnachtsmann das richtige Geschenk unter den Weihnachtsbaum legt, der Teenager hofft auf eine Vier in der Mathearbeit, die Studentin auf einen guten Job nach dem Examen, der Krebspatient hofft, dass er die Behandlung gut übersteht und er bald wieder gesund wird. Wir alle hoffen, permanent, wir können gar nicht anders. Hoffnung ist der Docht, der die Kerze am Brennen hält. Ein Leben ohne Hoffnung, ist das überhaupt möglich? Selbst das Lebensende muss nicht ohne Hoffnung sein, etwa für gläubige Christen.

Aber auch wenn ein Leben ohne Hoffnung schwierig oder gar unmöglich erscheint, ein Leben, dass allein auf Hoffnung basiert, kann auch nicht funktionieren. Hoffnung kann uns Kraft geben, etwas zu tun, damit wir unsere Ziele erreichen, sie kann uns motivieren, Entscheidungen zu treffen, die sich – hoffentlich! – als richtig erweisen. So sieht der Philosoph Ernst Bloch in seinem berühmten Hauptwerk „Das Prinzip Hoffnung“ in der Hoffnung die Triebkraft für eine Verbesserung der menschlichen Lebensverhältnisse. Hoffnung kann auch Trost bedeuten, wenn nichts anderes mehr geht. 

Aber Hoffnung selbst kann kein Ziel sein

In meinem letzten Urlaub las ich den spannenden Thriller „Gefahr im Verzug“ von Tom Glancy und Marc Cameron. Da ich mich schon damals mit den Recherchen zu diesem Artikel befasste, fiel mir ein Satz auf Seite 435 ins Auge (und ich habe ihn mir sofort notiert). Der Satz lautet: „Hoffnung ist nie ein guter Plan, aber manchmal, wenn man alles getan hat, was möglich war, ist Hoffnung alles, was einem noch bliebt.“ Mir gefällt dieser Satz nach wie vor richtig gut. Denn er sagt aus, dass man der Hoffnung auch eine Chance, eine Basis, einen Grund geben muss. Sonst läuft Hoffnung ins Leere.

Drei Beispiele für „falsche“ oder unbegründete Hoffnungen: 

• Der Schüler, der hofft, beim Französch-Vokabeltest gut abzuschneiden, obwohl er keine Minute dafür gelernt hat. 

• Die Frau, die hofft, ihren Traum-Mann kennenzulernen, aber nie vor die Tür geht. 

• Der Mann, der hofft, steinalt zu werden, aber täglich zwei Packungen Zigaretten raucht. 

Das Muster dieser Beispiele ist gleich: Diese Menschen hoffen, dass es „irgendwie gut ausgeht“, aber sie geben der Hoffnung keine Chance, sich zu erfüllen. Das ist ähnlich wie ein Mensch, der zwar hofft, beim Lotto Millionen zu gewinnen, aber nie ein Los kauft. Also lassen Sie uns mit „guter Hoffnung“ in dieses neue Jahr starten. Und viel dafür tun, dass unsere Hoffnungen sich erfüllen. 

Wussten Sie schon? 

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ – diese sprichwörtliche Redensart ist schon sehr alt. Schon bei den Römern galt Hoffnung als letzte Göttin („spes ultima dea“), die Menschen selbst in aussichtslosen Lagen nicht verzweifeln lässt. Im 17. und 18. Jahrhundert tauchen ähnliche Formulierungen in der deutschen Literatur auf, bevor die heute bekannte Redensart im 19. Jahrhundert in Alltagssprache und Volksweisheit etabliert wurde. Bedeutung: Auch wenn alles verloren scheint, gibt Hoffnung den letzten Antrieb, nicht aufzugeben.

Mehr zum Thema

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