Das Robert Koch-Institut warnt: Hitzeperioden führen in Deutschland regelmäßig zu einem Anstieg der Sterblichkeit. Schätzungen zufolge kamen im Sommer 2025 rund 2.500 Menschen infolge extremer Hitze ums Leben. Besonders kritisch wird es, wenn der Körper seine Temperatur nicht mehr ausreichend regulieren kann. Dann droht ein Hitzschlag.
Wenn die körpereigene Kühlung versagt
Unser Körper verfügt über eine ausgeklügelte Klimaanlage: Wird es heiß, erweitern sich die Blutgefäße und wir schwitzen. Verdunstet der Schweiß auf der Haut, kühlt sich der Körper ab. Problematisch wird es jedoch bei anhaltender Hitze, hoher Luftfeuchtigkeit oder starker körperlicher Belastung. Dann reicht die natürliche Kühlung manchmal nicht mehr aus und die Körpertemperatur steigt gefährlich an. Ohne schnelle Hilfe können die Organe lebensbedrohlichen Schaden nehmen.
Das sind die Warnzeichen
Typisch für einen Hitzschlag sind starke Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen. Viele Betroffene wirken verwirrt oder benommen. Auch Unruhe, Sprachstörungen oder Gangunsicherheit können auftreten. Später kommen häufig Fieber, Krämpfe, Herzrasen und Bewusstseinsstörungen hinzu. Es kann zu Kreislaufversagen und Atemstillstand kommen. Verwechslungsgefahr besteht mit dem Sonnenstich. Dieser entsteht vor allem durch intensive Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken. Die Beschwerden können ähnlich sein, beim Hitzschlag ist jedoch der gesamte Körper überhitzt.
Diese Menschen sind besonders gefährdet
Grundsätzlich kann jeder Mensch einen Hitzschlag erleiden. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Säuglinge und Kleinkinder. Auch Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder Übergewicht tragen ein erhöhtes Risiko. Hinzu kommen Personen, die im Freien arbeiten oder bei großer Hitze Sport treiben. Nicht unterschätzt werden sollte außerdem die Gefahr im Auto: Schon wenige Minuten in einem abgestellten Fahrzeug können lebensbedrohlich werden.
So reagieren Sie richtig
Besteht der Verdacht auf einen Hitzschlag, sollte sofort der Notruf 112 gewählt werden. Bis Hilfe eintrifft, zählt jede Minute: Bringen Sie die betroffene Person an einen kühlen, schattigen Ort. Lockern Sie enge Kleidung und kühlen Sie den Körper vorsichtig – etwa mit feuchten Tüchern. Wichtig: Eisabreibungen belasten den Kreislauf zusätzlich und sind deshalb tabu! Ist die Person bei Bewusstsein, darf sie kleine Schlucke Wasser trinken. Bewusstlose müssen in die stabile Seitenlage gebracht werden. Bleibt die Atmung aus, sind sofort Wiederbelebungsmaßnahmen notwendig.
So lässt sich vorbeugen
Der beste Schutz vor einem Hitzschlag ist, extreme Hitze zu meiden. Verlegen Sie körperliche Anstrengungen in die kühlen Morgen- oder Abendstunden. Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken – auch dann, wenn Sie noch keinen Durst verspüren. Leichte, helle Kleidung sowie eine Kopfbedeckung helfen, den Körper vor Überhitzung zu schützen. Wer auf Warnsignale frühzeitig reagiert und Pausen im Schatten einlegt, kann das Risiko deutlich senken.
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