Donnerstag, 23. April

Osterbräuche aus aller Welt

Zwischen Tradition, Genuss und Neubeginn 

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Ostern ist in der christlichen Welt das wichtigste Fest des Jahres – und wird überall anders gefeiert. Hier versteckt der Osterhase Eier, in anderen Ländern gehören Hexen, Kirchenglocken oder zerbrochenes Geschirr zum Osterfest. Viele Bräuche reichen weit zurück und verbinden religiöse Traditionen mit regionalen Eigenheiten, Naturbeobachtungen und alten Frühlingsritualen. Viele Ostertraditionen haben nebenbei gesundheitsfördernde Aspekte: Spaziergänge und Ausflüge gehören in vielen Ländern ebenso dazu wie einfache, saisonale Speisen oder bewusste Rituale, die den Alltag entschleunigen – mal ausgelassen und bunt, mal ruhig und feierlich. 

Irland

Das Heringsbegräbnis: In Irland markiert das sogenannte Heringsbegräbnis symbolisch das Ende der Fastenzeit. Während der Wochen vor Ostern steht traditionell Fisch auf dem Speiseplan, vor allem Hering. Am Ostersonntag wird er sinnbildlich „beerdigt“ – als Zeichen dafür, dass die Zeit des Verzichts endet und festlichere Mahlzeiten beginnen dürfen. Der Brauch steht für einen bewussten Wechsel zwischen Zurückhaltung und Genuss.

Frankreich

Fliegende Kirchenglocken: In Frankreich bringen nicht Hasen, sondern Kirchenglocken die Ostergeschenke. Einer Legende nach fliegen sie über die Feiertage nach Rom und kehren in der Osternacht mit Süßigkeiten zurück. Von Gründonnerstag bis Karsamstag bleiben sie still – eine Zeit der Ruhe und des Innehaltens. 

Polen

Wasserschlacht am Ostermontag: Am Ostermontag wird es in Polen nass. Beim traditionellen Smigus-Dyngus übergießen sich Menschen gegenseitig mit Wasser – früher als Fruchtbarkeits- und Gesundheitsritual, heute vor allem aus Spaß. Wasser steht dabei symbolisch für Reinigung und Neubeginn. Der Brauch bringt Bewegung, Lachen und Gemeinschaft in die Feiertage. All das wirkt stressabbauend und hebt die Stimmung. Wer es ruhiger mag, kann mit einer ausgiebigen Dusche Körper und Geist erfrischen. 

Grossbritannien

Die Hot Cross Buns: Auf der Insel gibt es an Karfreitag traditionell die „Hot Cross Buns“, würzige Hefebrötchen mit Trockenfrüchten. Das Rezept lässt sich bis ins Jahr 1361 zurückverfolgen: Der Mönch Thomas Rocliffe versah kleine, gewürzte Küchlein mit einem Kreuz und verteilte sie am Karfreitag an Besucher des Klosters in St. Albans. Das helle Kreuz sollte an die Kreuzigung Christi erinnern, die Gewürze an die Grablegung. Nach einem Aberglauben sollen die Hot Cross Buns auch vor Unglück bewahren. Sie möchten einmal selbst ein paar Hot Cross Buns backen? Auf der Seite www.tea-and-scones.de finden Sie das Rezept. 

Schweden

Ostern mit Halloween-Flair: In Schweden verkleiden sich Kinder zu Ostern als kleine Hexen, sogenannte Påskkärringar. Mit bunten Kopftüchern und selbst gemalten Bildern ziehen sie von Haus zu Haus und sammeln Süßigkeiten. Der Brauch hat volkstümliche Wurzeln, steht heute aber vor allem für Fantasie und gemeinsames Unterwegssein. Viele Familien verbringen die Feiertage draußen, unternehmen Spaziergänge oder Ausflüge. Bewegung an der frischen Luft und soziale Kontakte fördern das Wohlbefinden – besonders nach dem langen Winter. 

Dänemark

Geheimnisvolle Briefe mit süßer Belohnung: Zu Ostern schreiben viele Dänen sogenannte Gækkebreve: kunstvoll ausgeschnittene, gereimte Briefe, die anonym verschickt werden. Wer den Absender nicht errät, muss sich mit einem Osterei entschuldigen. 

Korfu

Polterhochzeit: Auf der griechischen Insel wird der Ostersonntag laut und spektakulär begrüßt. Punkt elf Uhr vormittags werfen die Bewohner große Tontöpfe, sogenannte Botides, von ihren Balkonen auf die Straße. Mit lautem Knall zerschellen sie auf dem Boden. Der Brauch soll Glück bringen und symbolisiert den Abschied vom Alten, um Platz für Neues zu schaffen. Ein kraftvoller Start in einen neuen Abschnitt und Ausdruck davon, wie gut es tut, Ballast loszulassen. 

Australien

Osterbilby statt Osterhase: Ostern ohne Osterhase ist in Deutschland nicht vorstellbar. In Australien hingegen ist der Hase nicht so beliebt wie bei uns – eingeschleppte Kaninchen wurden zur Plage. Zwischen Perth und Brisbane versteckt „Bilby“ die Eier. Bilby ist ein Kaninchennasenbeutler, der in Australien beheimatet ist. Früher fast vergessen, wurde der Bilby in den letzten Jahrzehnten zum richtigen Trendtier und wird in Form von Schokoladen-Bilbys verspeist. 

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