Montag, 26. Februar

„Heb doch deine Socken auf“

Stress vermeiden: Wie geht richtig streiten?

©s.Karau/Fotolia

Nichts ist härter als ein Streit mit jemandem, den man liebt. Hat es einmal so richtig gekracht, so zehrt das an uns, beschäftigt uns – oft mehr, als uns lieb ist. Erfahren Sie deshalb jetzt mehr dazu, wie das geht, sich richtig zu streiten. 

Nicht persönlich nehmen

Doch wenn uns etwas so richtig verrückt macht, liegt das meist daran, dass wir das Verhalten des anderen persönlich nehmen. Wir deuten es als Mangel an Liebe, Aufmerksamkeit oder Zuwendung, wenn Menschen nicht das tun, was wir von ihnen erwarten. Vielleicht fühlen wir uns beschämt oder missachtet. Dabei sollten wir die Ebenen auseinanderhalten.

Das Verhalten eines anderen hat vor allem mit ihm tun

Denn das Verhalten eines anderen hat in erster Linie mit ihm selbst zu tun. Es gilt also herauszufinden, warum der Partner ständig die Socken herumliegen lässt oder die Kleinen trotz Ermahnung wieder mit dreckigen Sohlen hereingestiefelt kommen. Welchen Grund könnten sie haben, außer uns provozieren zu wollen? Pure Faulheit? Das Beste, was wir tun können, ist fragen. 

Ansprechen – aussprechen 

Bleiben wir beispielsweise bei den Socken. Setzen Sie sich in einer ruhigen Minute mit dem Missetäter zusammen. Vermutlich wird er überrascht sein, darauf angesprochen zu werden. Denn oft schlucken wir unseren Ärger herunter, bis er in unserem Inneren gärt und die Beziehung schleichend vergiftet. In diesem Fall hat unser Gegenüber vermutlich die Erfahrung gemacht, dass sich Socken auf magische Weise selbst vom Boden entfernen. Warum also etwas ändern? Denn für sein Verhalten hat er Gründe: Morgens ist kaum Zeit, abends ist er erschöpft, er ist mit Wichtigerem beschäftigt. 

Zuhören und eigene Gefühle ruhig schildern

Hören Sie zu und nehmen Sie ihn ernst. Auch wenn der innere Impuls schreit: „Hast Du eine Ahnung, wie es mir geht?“ Das können Sie ihm im Anschluss sagen: „Ich möchte Dir gerne mitteilen, was das für mich bedeutet.“ Schildern Sie die praktischen Konsequenzen, und auch Ihre Gefühle, im ruhigen Ton: „Ich spüre beim Aufheben, wie Wut in mir aufsteigt.“ 

Gemeinsam Lösungen finden

Suchen Sie dann gemeinsam nach Lösungen. Dazu müssen Sie klar Verantwortungsbereiche abstecken. In diesem Fall: Jeder ist für seine eigenen Socken verantwortlich. Hindern ihn äußere Umstände daran, die Socken aufzuheben, fragen Sie, was passieren müsste, damit er sich darum kümmern kann. Vielleicht bietet er selbst Lösungen an: Er könnte morgens 30 Sekunden früher aufstehen oder weniger auf dem Handy daddeln. Er könnte Prioritäten im Alltag setzen. Denn das hier ist wichtig. Es ist eine Beeinträchtigung für Sie, die Sie nicht hinnehmen.

Senden Sie Ich-Botschafen statt Vorwürfe

Je früher solche Gespräche stattfinden, desto leichter. Ist ein Verhalten über Jahre eingespielt, muss es deutlicher thematisiert werden. Sagen Sie dann auch, welche tieferen Emotionen geweckt werden: „Ich fühle mich nicht wertgeschätzt.“ Formulieren Sie Wünsche: „Ich möchte meine Energie für mich aufwenden.“

Sich mit jemandem auseinanderzusetzen ist ein Zeichen von Wertschätzung

Hier kann ein größerer Klärungsbedarf entstehen. Nehmen Sie sich die Zeit. Denn die macht sich später zigfach bezahlt, mit mehr Harmonie. Nehmen Sie auch an, wenn beim Gespräch die Emotionen hochkochen, solange beide fair bleiben. Denn am Ende steht fest: Wenn jemand die Zeit und Energie aufwendet, um sich mit uns auseinanderzusetzen – dann, weil wir diesem Menschen eben auch etwas bedeuten.

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