Donnerstag, 26. Januar

Bloß keinen Stress unterm Tannenbaum

So kann die ganze Familie die Weihnachtszeit genießen

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Kerzenschein, Tannenduft und gemütliches Beisammensein mit knusprigen Keksen – Weihnachten ist die schönste Zeit für die Familie… Oder? Leider kann sich die Adventszeit ganz schnell in die stressigste Zeit des Jahres verwandeln. Wir haben hohe Erwartungen und es gibt viel zu tun – das kann zu Überforderung statt Besinnlichkeit führen. Unsere Expertin Nadine Sorgenfrei hat selbst drei Kinder und hilft als Coach gestressten Müttern. Lesen Sie, was sie empfiehlt, um ein möglichst stressfreies und schönes Weihnachtsfest mit der Familie zu erleben.

Überprüfen Sie Ihre Erwartungen 

Oft stellen Mütter viel zu hohe Ansprüche an sich selbst, zum Beispiel, weil sie eine bestimmte Vorstellung davon haben, wie das Fest ablaufen soll: mit Gänsebraten, Rotkohl, weißem Tischtuch und artigen Kindern. Es soll so schön wie möglich sein, vor allem, wenn die eigenen oder die Schwiegereltern zu Gast sind.

Gerade mit kleinen Kindern driften aber Wunsch und Wirklichkeit oft weit auseinander. Die Kleinen merken genau, dass etwas Besonderes sich anbahnt und brauchen dann oft noch mehr Aufmerksamkeit, während die Mama eigentlich viel zu viel zu tun hat. Dabei ist es total okay, wenn in diesem Jahr nicht alles perfekt ist, sondern zu der aktuellen Familiensituation passt. 

Essen an Weihnachten mal anders

Erlauben Sie sich, den Traum vom aufwändigen Festmahl mit der ganzen Familie zu verschieben – Ihre Kinder erwarten nicht von Geburt an den Gänsebraten. Vielleicht gibt es für die ganz Kleinen einfach einen leckeren Grießbrei und sie dürfen schon mit ihren Geschenken spielen, während die Erwachsenen etwas später ihr Essen genießen. Da könnten alle mehr von haben, als wenn Kleinkinder am Tisch quengeln.

Bedenken Sie: Alles ändert sich – innerhalb weniger Jahre werden aus Kleinkindern Schulkinder und dann Teenager. Falls also dieses Jahr Ihr persönliches Wunsch-Weihnachten nicht ganz so möglich wird, klappt es sicherlich in einem der nächsten Jahre.

Einfach statt anstrengend

Machen Sie es sich einfach. Planen Sie möglichst simpel, zum Beispiel Rezepte, die Sie schon kennen und die Ihnen leicht fallen. Es darf auch mal der Rotkohl aus dem Glas und der Nachtisch aus der Tiefkühltruhe sein. Quetschen Sie nicht noch einen gründlichen Hausputz in die Tage vor dem Fest. Bei Kerzenschein fallen Spinnweben in der Ecke eh nicht auf. Erlauben Sie sich regelmäßige Pausen. Die Familie hat viel mehr davon, wenn die Mama nach dem Mittagschläfchen für den Rest des Tages gut gelaunt ist, anstatt müde und gereizt von morgens bis abends stets für alle da zu sein. Auch eine Massage in der Vorweihnachtszeit oder ein Pärchen-Abend helfen dabei, Kräfte zu sammeln und gelassen zu bleiben.

Man muss nicht alles machen – und auch nicht alles allein

Planen Sie nicht zu viele Termine ein – es ergeben sich auch so schon genug. Die Aufführung im Kindergarten, Adventskaffee bei Verwandten, der Nikolaus im Tierpark, das Weihnachtsmärchen im Theater… Klar sind das alles schöne Veranstaltungen, aber von einem zum anderen zu hetzen, verdirbt schnell die Freude daran. Wählen Sie sorgfältig aus, vor allem danach, was dem Alter Ihrer Kinder entspricht und nicht mit aufwändigen Vorbereitungen oder einer langen Anreise verbunden ist. Und allen anderen sagen Sie höflich: „Nein danke, vielleicht im nächsten Jahr.“

Lassen Sie sich helfen

Hilfe kann in vielerlei Form kommen, zum Beispiel indem man Gäste bittet, etwas zum Festmahl beizutragen. Oder sich eine Haushaltshilfe vor dem Fest gönnt. Man kann sich die Einkäufe ins Haus bringen lassen oder gleich das komplette Weihnachts-Menü bestellen. Oder engagieren Sie einen Babysitter, um die Einkäufe ganz in Ruhe allein zu erledigen (und sich im Anschluss noch einen Besuch im Café zu gönnen).

Na dann: Frohe Weihnachten!

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