Samstag, 31. Oktober

Welttag des Lächelns

Lachend leichter leben: Fröhlichkeit zahlt sich aus

©Elena Kratovich/stock.adobe.com

Um das Lachen ranken sich mannigfaltige positive Zuschreibungen und der große Operettenkönig Franz Lehár hat dem Lächeln gar ein eigenes Land geschaffen: Lachen ist gesund – da sind sich die Fachleute einig. Doch was genau steckt dahinter? Wie wirkt der Effekt und ist es mit einem kurzen herzhaften Lachen getan? Aus Anlass des Welttags des Lächelns wagen wir einen heiter-wissenschaftlichen Blick.

Wissenschaftlich belegt

Wer lacht, ist gesund und glücklich – die heilsame Wirkung des Lachens auf die körperliche und psychische Gesundheit wurde wissenschaftlich bereits untersucht und bestätigt: Herzhaftes Lachen lockert die Muskeln, setzt Glückshormone frei und löst so angestaute Emotionen. Kinder beherrschen es am besten. Sie lachen ein Vielfaches häufiger pro Tag als Erwachsene. Dabei spielt es für den Körper keine Rolle, ob wir echt, also natürlich Lachen oder die Regung bewusst hervorrufen. Entscheidend ist aber wie bei jeder Medizin die Dosis: Erwachsene lachen durchschnittlich nur 15 Mal pro Tag. Doch dies ist viel zu wenig. Wer mehr lachen möchte, sollte sich bewusst Reize suchen, die zum Lachen anregen – es lohnt sich.

Mehr als hundert Muskeln aktiv

Lachen gilt gesellschaftlich als Ausdruck von Sympathie und ist eine der grundlegenden Kommunikationsformen. Es geht der menschlichen Sprachentwicklung voraus, denn die Gehirnregion, die das Lachen auslöst und steuert, ist älter als das Sprachzentrum. Rein körperlich betrachtet, ist das Lachen eine Reflexbewegung, bei der mehr als hundert Muskeln, von der Gesichts- bis zur Atemmuskulatur, beteiligt sind – eigentlich also Schwerstarbeit für den Körper. Die deutlich tiefere Atmung während des Lachens wirkt sich außerdem positiv auf den gesamten Körper aus. Die Körperzellen werden mit mehr Sauerstoff versorgt und das Herz-Kreislauf-System wird angeregt.

Weitere Effekte sind unter anderem:

  • die Produktion von Stresshormonen wird gebremst,
  • die Schmerzempfindung verringert sich und
  • das Glückshormon Serotonin wird ausgeschüttet.

Nach ein paar Lachanfällen sind im Blut auch mehr Abwehrstoffe vorhanden – das ist gut für das Immunsystem. Insgesamt unterstützt Lachen so auch Heilungsprozesse im Körper. Einen Effekt, den sich zum Beispiel auch Klinik-Clowns zunutze machen, die vielerorts in den Krankenhäusern insbesondere bei Kindern für gute Laune und heilsames Lachen sorgen.

Lachen ist „ansteckend“

Und warum ist Lachen ansteckend, warum prusten alle los, wenn einer kichert? „Lachen ist ein Signal für andere, dass jemand nicht bedrohlich, sondern gut gelaunt ist. Daher fühlt man sich von fröhlichen Menschen auch angezogen“, erklärt die Grazer Psychologin Ilona Papousek. Mit anderen mitzulachen geschehe ganz automatisch: „Beobachten wir Mitmenschen beim Lachen, aktivieren sich im Gehirn die Regionen, die aktiv sind, wenn wir selbst lachen. Das bereitet uns darauf vor, einfach mitzulachen.“

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