Samstag, 27. November

Mit Konsequenz gegen das große Kribbeln

Winterzeit ist Kopflauszeit

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Schon beim Gedanken daran verspüren viele unbehagliches Kribbeln: Kopfläuse haben im Winter Hochsaison. Was bei Kopflausbefall zu tun ist, warum es im Prinzip jeden treffen kann und wie wichtig Konsequenz bei der Behandlung ist, lesen Sie in unserem heutigen Beitrag.

Von Mensch zu Mensch

Für Kopfläuse ist die Winterzeit Hochsaison: Die unangenehmen kleinen Krabbler, die hochtalentierte juckende Plagegeister sein können, finden entweder über Mützen und Jacken in Kindergärten und Schulen oder direkt von Kopf zu Kopf von Mensch zu Mensch. Experten raten dazu, bei einem entsprechenden Befall konsequent zu sein in der Behandlung. Dann lässt sich das große Krabbeln auch wieder in den Griff kriegen.

Kopfläuse können jeden treffen

Im Prinzip kann es jeden treffen: Experten zufolge hat Kopflausbefall nichts mit fehlender Sauberkeit zu tun. Ursache sind vielmehr enge zwischenmenschliche Kontakte. Leidet ein Kind unter Kopflausbefall, müssen die Eltern handeln: Nicht nur unter gesundheitlichen Aspekten – sie sind auch gesetzlich dazu verpflichtet, der Leitung der Schule oder Kita den Befall mitzuteilen, damit dort einer weiteren Verbreitung vorgebeugt werden kann

Apotheken beraten zum richtigen Mittel

Die Gesundheitsexperten in der Apotheke beraten, welches der vielen denkbaren Präparate im konkreten Einzelfall schnell und nachhaltig hilft und dabei so wenig wie möglich Nebenwirkungen bereitet. Viele Mittel kommen ohne Insektengift aus. Meist werden heute Darreichungen mit Silikon-Öl empfohlen. Tätig werden muss man jedoch, denn die Kopfläuse verschwinden nicht von selbst.

Konsequent gegen Kopfläuse

Am Tag eins der Diagnose sollte – unter genauer Beachtung aller Hinweise der Hersteller – mit einem geeigneten Mittel behandelt werden: Wichtig ist es, konsequent zu behandeln, weil bis zum achten Tag noch Larven nachschlüpfen. Ab dem elften Tag können junge Weibchen bereits neue Eier ablegen.

Fehler bei der Behandlung

Mögliche Behandlungsfehler sind Experten zufolge

  • zu sparsames Ausbringen
  • zu kurze Einwirkzeiten
  • ungleichmäßige Verteilung oder
  • zu starke Verdünnung

des Mittels in triefend nassem Haar.

Auch wenn die Behandlung nicht gemäß Packungsbeilage des verwendeten Mittels konsequent wiederholt wird, kann sich der Befall länger hinziehen. Kontrollen während und nach der Behandlung durch nasses Auskämmen mit einem Läusekamm sind in den ersten beiden Wochen ebenfalls wichtig.

Spezialkamm zur Kopfläuse-Kontrolle

Um zu überprüfen, ob sich nach einer Behandlung noch Läuse oder Eier (Nissen) im Haar befinden, eignen sich spezielle Läusekämme. Damit möglichst viele Läuse darin hängen bleiben, haben ihre Zinken einen Abstand von maximal 0,3 Millimetern. Zur Entfernung von Eiern gibt es auch spezielle Nissenkämme, deren Zinken noch enger sind.

Wann wieder in Kita & Schule?

Übrigens: In Deutschland ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Kinder erst wieder in den Kindergarten, die Kita oder die Schule dürfen, wenn die Läuse mit einem als wirksam anerkannten Mittel behandelt wurden, also beispielsweise Insektizide und Mittel auf Silikonbasis. Dies gilt Experten zufolge bereits nach der ersten Behandlung. Meist reicht die mündliche oder schriftliche Erklärung der Eltern, dass die Kinder behandelt wurden. Einige Einrichtungen verlangen jedoch ein ärztliches Attest.

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