Donnerstag, 26. Januar

Erholsamer Schlaf für Sie und Ihren Partner

(K)ein schnarchiges Thema

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Sind Sie morgens öfter mal gerädert und wissen gar nicht warum? Nicht-erholsamer Schlaf kann ein Symptom des Schnarchens sein. Doch warum schnarchen manche Menschen überhaupt oder wo kommt dieses unerträgliche Geräusch her? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und haben mal genau hingehört. Erfahren Sie jetzt mehr übers Schnarchen.

Schnarchen – ein lautes Atemgeräusch 

Per Definition ist Schnarchen „nur“ ein Atemgeräusch. Darunter verstehen die meisten Menschen allerdings etwas anderes als dieses laute und schlafraubende Geräusch. Erzeugt wird der Ton in den oberen Luftwegen. Also irgendwo zwischen der Nasenspitze und den Stimmenbändern. Dort vibrieren die Weichteile. Und dafür die Ursache zu finden, ist nahezu unmöglich. Häufig gibt es nämlich mehrere Auslöser, die sich dann auch noch gegenseitig verstärken. 

Keine Krankheit aber nicht ungefährlich: Schnarchen 

So dramatisch wie das jetzt klingt, es gibt Entwarnung: Schnarchen an sich ist keine Krankheit. Belastend kann es trotzdem sein und das nicht nur für Betroffene. Auch für den Partner kann das nächtliche Sägen zur Zerreißprobe werden. Außerdem ist es leider oftmals nicht völlig ungefährlich. Regelmäßiges Schnarchen kann eine Vorstufe zur obstruktiven Schlafapnoe sein. Bei dieser Erkrankung erschlafft die Muskulatur der oberen Atemwege stärker als gewöhnlich. Im Rachenbereich ist nun der Atemweg verengt oder sogar vollständig blockiert. So entstehen beim Ein- und Ausatmen die lauten Schnarchgeräusche. 

Wenig erholsame Nächte durch Schnarchen 

Doch nicht nur das gut hörbare Geräusch des Schnarchens ist ein Problem: Ihr Körper wird nicht mit ausreichend Sauerstoff versorgt. Das kann zur Folge haben, dass Puls und Blutdruck sinken. Im Gehirn wird dann ein Alarm vom Atemzentrum ausgelöst: Sie wachen auf. Das bekommen Sie meistens nicht einmal mit. Aber trotzdem ist es eine Unterbrechung Ihres Schlafrhythmus, die dem Körper auf lange Sicht zusetzt. Wenn diese kurze Aufweckreaktion wiederholt auftritt, kann sie sogar verhindern, dass Sie in den Tiefschlaf fallen. So ist die Nachtruhe alles andere als erholsam. 

Verfahren gegen Schnarchen 

Doch was können Sie nun dagegen tun? Schnarchen ist keine offizielle Erkrankung. Es gibt also auch keine medizinische Behandlung, wenn Sie es als Betroffener nicht wünschen. Den Bedarf erkennen aber trotzdem viele Schnarcher. Und deshalb wird eine Vielzahl fragwürdiger und unkonventioneller Therapien angeboten. Grundsätzlich sollten Sie immer die Risiken gegen die Wirksamkeit abwegen und nicht- beziehungsweise minimal-invasive Verfahren bevorzugen. 

Maßgefertigte Schnarcherschiene 

Als ein wirksames Therapeutikum hat sich die sogenannte Schnarcherschiene herausgestellt. Seit Anfang dieses Jahres zählt sie sogar zu den Kassenleistungen und wird komplett von Ihrer Krankenkasse übernommen. Die zahnärztliche Kunststoffschiene fixiert den Unterkiefer am Oberkiefer. So wird verhindert, dass der Unterkiefer zurückgleitet. Das hält die Atemwege offen und lässt den Atem während des Schlafens ungehindert fließen. Die Schnarcherschiene ist eine Maßanfertigung Ihres Zahnarztes. Sie wird ausschließlich nachts getragen und verhindert gezielt Schnarchen. Damit steht ruhigen Nächten mit einem erholsamen Schlaf nichts mehr im Wege. 

Mehr zum Thema 

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