Sonntag, 16. Juni

Verbessert die Lebensqualität

Beschäftigung für Demenzkranke

©Orawan/stock.adobe.com

Ganz gleich, ob Demenzkranke zu Hause oder stationär gepflegt werden, für Angehörige ist der Umgang mit dem erkrankten Familienmitglied oft nicht leicht. Hier erhalten Sie hilfreiche Tipps, wie Sie mit der richtigen Beschäftigung den Alltag von Demenzkranken strukturieren und gemeinsam eine gute Zeit verbringen können.

Wenn nichts gelingen will … 

Je nach Grad der Erkrankung können bereits die einfachsten Aufgaben im Alltag zur Herausforderung werden. Plötzlich geht beim Geschirrspülen jeder Teller zu Bruch oder die Wanne läuft über, weil der Wasserhahn vergessen wurde zuzudrehen. Das kann für Chaos sorgen, wenn der Betroffene zu Hause oder im Familienverbund lebt. In erster Linie belastet es aber den Demenzkranken selbst. Er ärgert sich über sein Missgeschick und fühlt sich nutzlos. Umso wichtiger ist es, passende Beschäftigungen und Tätigkeiten zu finden. 

Vorteile durch Beschäftigung und Hobbys

Eine gezielte Beschäftigung hat für Demenzkranke auf vielen Ebenen einen Nutzen:

  • Regelmäßige Beschäftigungszeiten geben Struktur im Alltag
  • Spiele zu zweit oder mit mehreren schützen vor Einsamkeit und Depression
  • Vertraute Hobbys oder Lieblingsbeschäftigungen vermitteln Sicherheit 
  • Vorhandene Fähigkeiten werden weiterhin trainiert
  • Kleine Erfolgserlebnisse stärken das Selbstwertgefühl

Gedächtnistraining nicht übertreiben

Wägen Sie gut ab, woran der Erkrankte Spaß haben könnte. Gedächtnistraining beispielsweise kann Freude bereiten und die grauen Zellen anregen. Das trifft besonders auf Menschen zu, die schon immer sehr belesen und wissbegierig waren. Kreuzworträtsel und Sudoku eignen sich gut, wenn jemand gern oder häufig Zeit allein verbringt. Frage-Antwort-Spiele hingegen können zu zweit oder mit der Familie gespielt werden. Aber wenn der Betroffene bei Logik- oder Wissens-Spielen überwiegend verliert, ist die Frustration mit Sicherheit höher als das Vergnügen. 

Selbstbestimmung trotz Demenz

Berücksichtigen Sie deshalb unbedingt das Stadium der Demenz und fragen Sie, worauf das Familienmitglied Lust hätte. Die Selbstbestimmung ist auch bei Demenzkranken so lange wie möglich zu erhalten. Bei Fehlern oder „Schummeleien“ drücken Sie ruhig ein Auge zu. Es geht um Lebensqualität, nicht um Leistung. Auch wenn die Person lieber beim Spielen zuschaut, anstatt selbst aktiv zu werden, ist das in Ordnung. Je nach Interesse gibt es viele Möglichkeiten, den Alltag abwechslungsreich und aktiv zu gestalten.

Mögliche Beschäftigungen für Demenzkranke:

  • Malen & Basteln
  • Musik & Tanzen
  • Brettspiele & Kartenspiele
  • Kochen & Backen
  • Leichte Gartenarbeit
  • Lesen & Vorlesen
  • Spaziergänge
  • Museumsbesuche
  • Erinnerungen pflegen (Fotoalben)

Saisonale Zimmerdekoration basteln

Eine schöne gemeinsame Beschäftigung kann es sein, saisonale Zimmerdekoration anzufertigen. Denn Demenzkranke leiden häufig unter einer zeitlichen und räumlichen Desorientierung. Eine Zimmerdeko, die auf die aktuelle Jahreszeit abgestimmt ist, kann für etwas mehr Orientierung sorgen. Im Herbst kann beispielsweise Kastanienschmuck gebastelt werden, im Winter Strohsterne, zum Frühjahr gibt es zarte Blüten und im Sommer große Sonnenblumen. Seien Sie erfinderisch und gehen Sie auf die Wünsche Ihres Familienmitglieds mit einer Portion Geduld ein. Dann verbringen Sie beide eine weitgehend entspannte und harmonische Zeit miteinander.

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