Donnerstag, 05. August

Impf-Tipps

Spritzenphobie – die Angst vor dem Piks

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Die starke Furcht vor Spritzen kann für Betroffene ein großes Problem bedeuten. Gerade jetzt, zu Zeiten der Corona-Schutzimpfungen, stellt die Phobie viele vor enorme Herausforderungen. Wir geben Tipps, was dann helfen kann.

Die „Trypanophobie“ ist keine Ausnahme

Eine Spritzenphobie, die sogenannte Trypanophobie, wird dann gefährlich, wenn die Vermeidung der Konfrontation zu negativen Konsequenzen für die Gesundheit führt. So werden Arztbesuche und Impfungen häufig gemieden.

Die Angst vor Spritzen ist weit verbreitet. Sie unterscheidet sich in zwei Typen: 1.) Menschen, die Verletzungen und Blut nicht sehen können. 2.) Menschen, die Angst vor der Spritze selbst haben.

Häufig führen negative Erfahrungen mit Nadelstichen oder Injektionen in der Kindheit zu Phobien im Erwachsenenalter. Die zentralen Angstreaktionen dieser Phobie beziehen sich auf das Sehen von Blut, die Injektion der Nadel selbst und den Schmerz.

Mit Therapie gegen die Angst

In besonders schweren Fällen kann eine Psychotherapie sinnvoll sein. Empfohlen wird die kognitive Verhaltenstherapie, die „In vivo Exposition“. Bei dieser Therapie werden die Patienten schrittweise mit ihrer Angst konfrontiert. Sie nimmt durch die langsame Gewöhnung langsam ab.

Vor einer Psychotherapie können Sie aber erst einmal andere Dinge ausprobieren, die Ihnen schon helfen können.

Mit dem Arzt ehrlich sein

Phobiker fallen oft bei dem Setzen der Spritze in Ohnmacht. Das liegt daran, dass Blutdruck und Puls vor dem Setzen der Nadel heftig ansteigen und beim Spritzen selbst rasant wieder abfallen, wodurch ihnen schwarz vor Augen wird. Dieser Kontrollverlust macht vielen Angst und verschlimmert die Situation zusätzlich. Es hat sich bewährt, mit dem Arzt darüber zu sprechen. Wenn Patienten dazu neigen, in Ohnmacht zu fallen, können sie sich hinlegen.

Tipps bei einer Spritzenphobie

  • Wenn Sie den Termin für die Injektion vorher wissen, können Sie Ihrer Angst mit pflanzlichen Mitteln entgegenwirken, Ihre Guten-Tag-Apotheke berät Sie gerne dazu.
  • Um den Kreislauf während der Behandlung stabil zu halten, kann es hilfreich sein, die „angewandte Anspannung“ auszuprobieren. Spannen Sie dafür rhythmisch-pumpend den nicht injizierten Arm und die Beine immer wieder an – vor, während und nach dem Spritzen. Das verhindert, dass Ihr Blutdruck rapide abfällt und Sie können einer möglichen Ohnmacht entgegenwirken.
  • Leiden Sie an der Angst, dass das Spritzen Ihnen Verletzungen zufügt, sprechen Sie Ihren Arzt darauf an. Gehen Sie den Vorgang der Injektion kleinschrittig durch und lassen Sie sich alles erklären. So können Sie Ihre Angst lindern.
  • Wenn Sie es sich zutrauen, achten Sie auf den Schmerz: Sie werden merken, dass er sehr schnell wieder vorbei ist. Beim Impfen sowie beim Blutabnehmen. Auch bei Infusionen ist der Schmerz nur von kurzer Dauer: Nicht die Nadel bleibt im Körper, sondern ein dünner, elastischer Kunststoffschlauch. Mit dem können Sie sich auch bewegen und müssen keine Angst haben, sich durch die Nadel zu verletzen. Hinsehen müssen Sie für die Prozeduren nicht.
  • Auch kann es sinnvoll sein, vor der Injektion einige Atemübungen zu machen, um zu entspannen. Atmen Sie tief ein, halten Sie drei Sekunden die Luft an und atmen Sie zehn Sekunden langsam wieder aus. Sie werden schon nach einem Durchgang merken, dass Ihre Nerven sich beruhigen. 

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